Abmahnungen gegen Downloads von Klingeltönen

Musikverlag EMI sieht Rechte verletzt / Handys künftig ohne Ramazotti und Westernhagen?

Handybesitzer müssen sich beim Kauf und der Auswahl ihrer Klingeltöne aus dem Internet künftig einschränken. Der Hamburger Musikverlag EMI habe damit begonnen, Betreiber von Websites abzumahnen, die Musik aus seinem Repertoire von Pop-Stars wie Eros Ramazotti, Marius Müller-Westerhagen oder Robbie Williams als Handy-Klingelton verkaufen, berichtet das Magazin „Focus“.

Der Handel mit Klingeltönen sei „ein Ausverkauf der Rechte“, kritisierte EMI-Geschäftsführer Peter Ende. Firmen wie Jamba oder die Dortmunder Logoland zeigten sich über die Abmahnung überrascht, da sie bereits Lizenzgebühren an die Verwertungsgesellschaft GEMA abführen. „Wir haben aber vorsorglich die fraglichen Klingeltöne entfernt“, erklärte Jamba-Gründer Marc Samwer.

Erstmals hatte D2 auf der IFA vor zwei Jahren seinen Kunden angeboten, mehr als über 100 Hits aus den Hitparaden als Klingeltöne herunterzuladen. Der Preis für jedes Download belief sich damals auf 39 Pfennig. Er klappte aber nur mit den Nokia-Handys 3210, 6110, 7110, 8810 und 9110.

Themenseiten: Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Abmahnungen gegen Downloads von Klingeltönen

Kommentar hinzufügen
  • Am 28. August 2001 um 18:01 von WiKl

    DIE Sorgen möcht ich gerne haben!
    … statt daß die Affen froh sind, wenn man für ihre grauenhafte Musik auch noch Werbung macht – Wahrscheinlich muß man nach der Festplatte auch bald für jeden Kopf Lizenzgebühr zahlen, weil auch dort kann ich Lieder und Texte abspeichern und dann eventuell pfeifen oder aufsagen, wie auch schon von Franz bemerkt. Daß die Welt wirlich sonst keine Sorgen hat …

    Gruß aus Österreich,

    WiKl

  • Am 27. August 2001 um 22:07 von Franz Kengelbacher

    Macht ruhig so weiter, EMI oder wie Ihr alle heisst
    Mein Vorschlag für die nächste Runde: Hört auf der Strasse genau hin, wer verbotenerweise einen Song pfeift und möglicherweise ein paar Groschen in seinem Hut findet. Könnte ja von einem Vertrags-Musikus (tönt grässlich, ist es leider auch) stammen. Früher brauchten die Künstler noch Kunstliebhaber.

    Falls es noch niemand gemerkt hat, die grossen "Musik-Mafiosi" haben das Perpetuum Mobile erfunden.

  • Am 27. August 2001 um 19:08 von Günter Stangl

    Missverständnis
    Hallo Bernd,

    ich glaube Du verstehst da was nicht. EMI Music Publishing (oder Francis, Day & Hunter, wie die Firma früher hieß) hat mit Sicherheit noch nie einen einzigen Tonträger hergestellt. EMI Music Publishing besitzt einzig und allein die Verlagsrechte. Sagt ja auch schon der Name.

  • Am 27. August 2001 um 12:14 von Manti

    Armes Deutschland…
    Wenn man sich nur einmal die Meldungen vom heutigen Montag anschaut, fragt man sich, wo es mit Deutschland noch hinführen soll: Da werden Anbieter von Handy-Klingel-Dudel-Gepiepse abgemahnt, weil die Töne entfernt an einen Titel von Westernhagen erinnern; da wird ein Jungunternehmer abgemahnt, weil er zufällig Holzmann heißt… Da überlegt man sich wirklich, ob man sein Klingelschild abschrauben sollte – es könnte ja gut sein, daß auf meinen Familiennamen irgendjemand ein Markenrecht angemeldet hat.

    ARMES DEUTSCHLAND !!

  • Am 27. August 2001 um 9:52 von Bernd Zellmann

    Abmahnungen !!!
    1) Kindisch

    2) Absurd

    3) Paranoid

    Die ach so armen Plattenhersteller sehen in primitivsten Klingeltönen einen Zusammenhang mit ihrer Musik; die muß dann aber wirklich grottenschlecht sein ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *