Sony erweitert seine Familie aus VAIO-Notebooks kontinuierlich, wobei als jüngste Mitglieder das für den Privatanwender gedachte PCG-NV109 und seine MiniDisc-Version, das hier getestete PCG-VX71P hinzukamen. Das insgesamt schlichter als das große, aufdringliche NV109M wirkende VX71P bietet den ultraportablen Komfort eines 2-kg-Notebooks ohne die ergonomischen Nachteile eines 12,1-Zoll- oder gar 10,4-Zoll-Displays. Denn das VX71P ist trotz seines geringen Gewichts und der annehmbaren Akku-Lebensdauer mit einem 14,1-Zoll-Bildschirm ausgestattet, der die Verwendung einer vergleichsweise großen Tastatur ermöglicht.

Das VX71P ist aufgrund seines Niederspannungsprozessors Intel Mobile Pentium III-M mit 850 MHz und seinen 256 MB RAM-Speicher, unterstützt durch den integrierten 815EM-Chipsatz, sehr gut für Mainstream-Anwendungen geeignet, während anspruchsvollere High-End-Programme z.B. zur Content-Erstellung teilweise etwas langsam ausgeführt werden. Das liegt zum einen an dem integrierten Grafikchip des Systems, der bis zu 11 MB des Systemspeichers für sich beansprucht, und zum anderen an dem 30 GB-Festplattenlaufwerk mit 4200 U/min, das nur eine durchschnittliche Performance erreicht.

Die Festplatte ist das einzige interne sich drehende Laufwerk dieses 2 kg-Systems, da die kombinierte DVD-ROM/CD-RW-Einheit aus Gründen der Gewichtsersparnis extern über FireWire anzuschließen ist. Wer ein Diskettenlaufwerk benötigt, muss sich eine weitere externe Einheit anschaffen (Anschluss über USB-Schnittstelle). Das keilförmige Gehäuse des VX71P beherbergt an seiner 3,3 cm hohen Rückseite einen 3600 mAh-Lithium-Ionen-Akku, wobei die Vorderseite nur 1,77 cm hoch ist. Die Abmessungen betragen 31,2 cm x 33,1 cm – genug Platz für den 14,1-Zoll großen XGA-TFT-Bildschirm und die Tastatur mit 84 Tasten.

Wie viele der neuen VAIO-Modelle ist auch das VX71P mit einer Reihe Sony-eigener Features versehen: ein MagicGate Memory Stick-Slot an der Vorderseite für den Dateiaustausch mit entsprechend ausgestatteten Camcordern, Digitalkameras und Audio-Playern, ein in die Maustasten integrierter Jog-Dial zum Schnellstart von Anwendungen sowie ein an der linken Seite angeordneter i.LINK (IEEE 1394/FireWire)-Port. Der mit einem Gleichstromausgang versehene 4-polige i.LINK-Port dient zum Anschließen des externen DVD-ROM/CD-RW-Kombi-Laufwerks.

Wie es sich für ein platzsparendes ultraportables Notebook gehört, weist das VX71P keine älteren Anschlüsse auf. Zusätzlich zu dem oben genannten i.LINK-Port sind lediglich zwei USB-Ports, Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer sowie ein einzelner Type II PC Card-Slot vorhanden. Hinsichtlich der Konnektivität ist das VX71P gut ausgestattet, mit RJ-11- und RJ-45-Ports für das integrierte 56-KBit/s-Modem und 10/100 Ethernet-Verbindungen. Dank einer integrierten 802.11b (Wi-Fi) Mini-PCI-Karte ist auch mobiles Networking möglich. Zur Verlängerung der Akkulebensdauer kann die Wi-Fi-Karte über eine Taste auf der linken Seite deaktiviert werden.

Was seine Performance anbelangt, schneidet das VX71P recht gut ab, trotz der Einschränkungen aufgrund des Grafikchips und der Festplatten-Untersysteme. Der Business Winstone 2001-Wert von 31 belegt die Eignung dieses Geräts für Mainstream-Anwendungen – die von ZDNet empfohlenen ultraportablen Notebooks Dell Latitude C400 und X200 erreichen Werte von 31,5 bzw. 31. Bei High-End-Anwendungen hält das VX71P auch einem Vergleich mit anderen ultraportablen Spitzenprodukten stand, wobei es einen Content Creation Winstone 2002-Wert von 16 erzielt, gegenüber den Werten von 18,7 beim C400 und 16,6 beim X200. Die Akkulaufzeit von 2 Stunden und 41 Minuten bei Verwendung des standardmäßigen 3600 mAh-Lithium-Ionen-Akkus ist durchaus ausreichend, wobei immer die Möglichkeit zum Erwerb eines leistungsfähigeren Akkus besteht.

Für Benutzer, die gerne mit Sony arbeiten und ein ultraportables System mit einem nicht zu kleinen Bildschirm suchen, könnte das VAIO PCG-VX71P interessant sein. Allerdings ist das Gerät mit 2875 Euro (Straßenpreis.) nicht gerade preisgünstig, und die vielen Sony-Extras sind auch nicht für alle Anwender von Belang. Daher dürften sich wohl viele der potenziellen Käufer nach einem anderen Angebot umsehen. Außerdem ist die standardmäßige Garantiedauer von einem Jahr nicht gerade großzügig bemessen, wenn sie auch optional auf drei Jahre verlängert werden kann.

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