Das X200 basiert auf einem Ultra-Low-Voltage 800 MHz Mobile Pentium III-M-Prozessor, der von Intels Mobile 830MG-Chipsatz und 256 MByte PC133 SDRAM unterstützt wird. Der Speicher lässt sich auf bis auf 640 MByte erweitern, indem man die 128 MByte des Motherboards um ein 512 MByte-Modul in dem einzigen Speichersteckplatz ergänzt. Der 830MG-Chipsatz ist auch für die Grafik des X200 zuständig, wodurch bis zu 48 MByte des Arbeitsspeichers für die Grafikerzeugung reserviert werden. Beim Display handelt es sich um ein 12,1 Zoll TFT guter Qualität mit einer nativen Auflösung von 1.024 x 768 Pixel.

Dell Latitude X200

In Bezug auf das Design verfügt das X200 über das gleiche einfache Look & Feel wie das Modell C400, mit abgerundeten Kanten und einer nüchternen aber recht stilvollen metallic-grauen Außenhaut. Die Systemeinheit ist mit Abmessungen von 27,3 cm Breite, 22,6 cm Tiefe und 1,98 – 2,4 cm Höhe lobenswert flach und leicht. Das angegebene Gewicht liegt bei 1,27 kg, unser Testmuster brachte allerdings 1,31 kg auf die Waage.

Das einzige sich drehende Laufwerk des Systems ist eine 30 GByte Ultra-ATA/100 IBM Travelstar 40GN Festplatte. Allerdings gibt es reichlich Ports und Steckverbindungen, die auch unterwegs ein effektives Arbeiten ermöglichen sollten. Man bekommt einen VGA-Anschluss, zwei USB-Ports, einmal FireWire (6-Pin, mit Stromversorgung), ein Modem, einen Anschluss für wired Ethernet sowie Audio-Ports und einen Steckplatz für eine Typ II PC-Card. Eine Mini-PCI-Card bietet Unterstützung für drahtlose Netzwerke nach dem Standard 802.11b. Allerdings war diese in unserem Testssystem nicht vorhanden. Sie ist eine von Haus aus erhältliche Zusatzversion, die 115 Euro extra kostet.

Die Tastatur mit 84 Tasten verfügt über ein vernünftiges Layout, und die Tasten reagieren gut. Im Gegensatz zum Modell C400 verfügt das X200 nur über ein Zeigegerät, ein Touchpad mit zwei Tasten.

Die Media Base vergrößert die Tiefe des Systems um 2 cm und besitzt an der Vorderseite zwei Schächte für austauschbare Laufwerke. Der rechte Schacht beherbergt ein Diskettenlaufwerk, während der linke eine ganze Reihe optischer Laufwerke aufnehmen kann – unser Testsystem war mit einem DVD-ROM/CD-RW Kombilaufwerk ausgestattet. Sind diese beiden Optionen installiert, erhöht die Media Base das Gesamtgewicht des Systems auf 2,38 kg. Die Media Base beherbergt auch eine ganze Anzahl zusätzlicher Ports und Anschlüsse – seriell, parallel, PS/2, VGA, USB (2x), FireWire (4-Pin), RJ-45 und einen digitaler Audioausgang (SP/DIF) – und außerdem ein Paar kräftige Lautsprecher sowie, unglaublich aber wahr, einen Subwoofer an der Unterseite. Ein bemerkenswerter Mangel der Media Base ist der fehlende TV-out Port, was bedeutet, dass man sich DVD-Filme nicht auf dem Fernsehbildschirm anschauen kann.

Der Docking/Undocking-Vorgang unter Windows XP Professional ist einfach und wird von einem Undock-Knopf unterstützt, der sich an der Vorderseite der Media Base zwischen den beiden Laufwerkschächten befindet.

Möchte man die Media Base nicht mit auf Reisen nehmen, braucht man aber ein optisches Laufwerk, so gibt es von Dell ein optionales Media Bay mit FireWire-Anschluss. Eines davon enthält ein 24x CD-ROM-Laufwerk und kostet 200 Euro.

Das X200 mit 800 MHz Mobile Pentium III-M-Prozessor ist für den Umgang mit alltäglichen Produktivitätsanwendungen gut ausgestattet und liefert unter Business Winstone 2001 eine Punktzahl von 31, die fast identisch mit den 31,5 des 1,2 GHz-Modells C400 aus dem gleichen Hause ist. Bei anspruchsvolleren Anwendungen liegt das X200 im Vergleich leicht hinter dem C400 und erreicht im Content Creation Winstone 2002 eine Punktzahl von 16,6 gegenüber den 18,7 des C400. Mit dem standardmäßigen 2.700 mAh Li-Ion 6-Zellen-Akku betrug die Akkulebensdauer unter BatteryMark 4.01 (bei ausgeschaltetem Power-Management) nur enttäuschende 1 Stunde und 50 Minuten. Für 120 Euro bietet Dell einen optionalen 8-Zellen-Akku mit verlängerter Lebensdauer. Anwendern, die unterwegs viel mit diesem Notebook arbeiten müssen, sei der Kauf dieses Zusatzakkus empfohlen.

Nach Meinung der ZDNet-Testredaktion ist das X200 aber ein sogar noch besseres ultra-portables Notebook als das Latitude C400. Die Basis-Systemeinheit ist extrem flach und leicht und verfügt trotzdem über eine gute Auswahl von Ports und Steckverbindern. Sie ist, vielleicht noch kombiniert mit der externen Media Bay, eine hervorragende mobile Plattform. Allerdings ist die Akkulebensdauer mit dem standardmäßigen 6-Zellen-Akku ein Problem. Mit der Media Base wird das X200 ein glaubwürdiger Ersatz für ein Desktop-System, wenn auch eines mit nur moderaten Grafikfähigkeiten und relativ kleinem Bildschirm.

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