Windows 10: Download-Limit für Updates einstellen

Dass Windows 10 beim Download von Updates die zur Verfügung stehende Bandbreite häufig zu 100 Prozent belegt, ist bekannt. Weniger geläufig ist die Möglichkeit, dies mit Boardmitteln zu verhindern.

Größere Windows-Updates können mehrer Gigabyte umfassen. Da Windows 10 die Download-Bandbreite beim Herunterladen eines Updates zu 100 Prozent in Anspruch nimmt, steht der Internetanschluss während des Downloads anderen Nutzern so gut wie nicht zur Verfügung. Ubrigens ist das kein exklusives Verhalten von Windows.

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Während in früheren Windows-10-Versionen nur mit manuellen Eingriffen die Registry die Bandbreite für Update-Downloads limitiert werden konnte, kann dies seit Windows 10 1709 über die Systemeinstellungen realisiert werden. Unter Einstellungen – Update und Sicherheit – Erweiterte Optionen – Übermittlungsoptimierung – Erweiterte Optionen kann man die Bandbreite für Downloads für Voder- und Hintergrundaktivitäten einstellen. Alternativ gelangt man zu diesen Optionen, wenn man in der Suche „über“ eingibt. Dann erscheint unter „Höchste Übereinstimmung“ der Eintrag „Einstellung für die Übermittlungsoptimierung“. Anschließend führt ein Klick auf „Erweiterte Optionen“ zu den genannten Konfigurationsmöglichkeiten. Es ist auch möglich, einen Shortcut auf dem Desktop anzulegen. Der entsprechende Befehl lautet: ms-settings:delivery-optimization

Falls der PC für die Bereitstellung von Updates konfiguriert wurde, kann nicht nur die dafür zur Verfügung stehende Bandbreite eingeschränkt, sondern auch ein Upload-Limit festgelegt werden.

Windows 10 1803 April-2018-Update: Bandbreite für Updates begrenzen (Bild: ZDNet.de)Windows 10: Die Bandbreite für Update lässt sich unter Einstellungen – Update und Sicherheit – Erweiterte Optionen – Übermittlungsoptimierung – Erweiterte Optionen konfigurieren (Bild: ZDNet.de).

Andere Downloads begrenzen

Neben Updates sorgt auch der Microsoft Store für Datenverkehr. Schließlich müssen die zahlreichen vorinstallierten Apps aktuell gehalten werden. Auch in diesem Fall stehen dem Anwender Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung. Als erstes sollten man die Apps löschen, die nicht benötigt werden. Außerdem verhindert die Deaktivierung der Option „Gelegentlich Vorschläge im Startmenü anzeigen“, dass Microsoft einem Bloatware unterjubelt. Letztere Möglichkeit findet sich unter Einstellungen – Personalisierung – Start.

Zudem lässt sich unter Einstellungen – Netzwerk und Internet – Datennutzung ein Datenlimit für genutzte Netzwerkschnittstellen festlegen und die Datennutzung für im Hintergrund ausgeführte Store-Apps und Windows-Features einschränken. Hierfür stehen die Optionen „Immer“, „Nie“ und „Wenn ich innerhalb 10% der mein Limit“ (letztere ist kein Tippfehler, sondern steht so da im Menü) zur Verfügung. Allerdings ist diese Option mit Vorsicht zu genießen, da die Beschränkung von Hintergrundaktivitäten beispielsweise auch OneDrive betrifft. Wenn also die Cloudsynchronisierung stockt, könnte es an den hier vorgenommenen Änderungen liegen.

Außerdem kann man in diesem Bereich mit einem Klick auf „Verwendung pro App ansehen“ den Datenverbrauch der einzelnen Programme überprüfen.
Windows 10 1803 April-2018-Update: Bandbreite-App Store (Bild: ZDNet.de)

Themenseiten: Microsoft, Windows 10

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Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Windows 10: Download-Limit für Updates einstellen

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  • Am 25. Juni 2018 um 19:17 von Sam

    Wurde der Bug, der die Latenz extrem in die Höhe treibt, wenn das Download Limit aktiviert ist, behoben?

  • Am 11. Juli 2018 um 8:14 von Tue

    Super wertvolle Info!
    Gibt es auch eine Möglichkeit die in Anspruch genommene Festplatten- und CPU-Leistung zu begrenzen? Wenn meine Freundin ihr Atom-Tablet mit Windows 10 nach einiger Zeit wieder einmal einschaltet, ist das Gerät oft 10 Minuten oder länger völlig unbrauchbar weil voll ausgelastet.

    • Am 11. Juli 2018 um 10:20 von Ein Klaus von vielen

      Ja, 49% Auslastung, dauerhaft. Der typische Käse.

      Ich glaube, dass das am Windows Update Prozess / Dienst liegt. Diesen in den Einstellungen deaktivieren (glaube via Taskmanager kommt man am schnellsten zu den Diensten, wenn man nicht den genauen Namen für die Dienste Ansicht parat hat).

      Den Windows Update Prozess deaktivieren, und man hat erst einmal Ruhe. Und ab und an schaltet man den Update Käse wieder ein, wenn man eh nicht damit arbeiten will, und lässt diese Prozedur über sich ergehen.

      Hoffe, es hilft, ein Klaus

      • Am 13. Juli 2018 um 9:53 von Tue

        Danke für den Tipp! :)

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