Neue Preview von Windows 10 bringt Telemetriedaten-Tool

Es gibt Einblicke in Diagnoseereignisse und die damit verknüpften Daten. Microsoft überarbeitet zudem die Timeline-Funktion. Die ebenfalls im November 2017 angekündigte Funktion Sets fliegt jedoch aus dem Redstone-4-Update und erscheint frühestens im Herbst.

Microsoft hat eine weitere Vorabversion des Redstone-4-Updates für Windows 10 veröffentlicht. Das Build 17083 steht ab sofort im Fast Ring des Windows Insider Program zur Verfügung und bringt einige neue Funktionen, darunter das bereits avisierte Tool zur Kontrolle von Telemetriedaten. Das in Aussicht gestellte Management-Tool Sets wird indes nicht rechtzeitig fertig und ist von daher frühestens für das Herbst-Update zu erwarten.

Windows 10 (Bild: ZDNet.de)Der sogenannte Diagnostic Data Viewer erlaubt es Nutzern, die Telemetriedaten einzusehen, die sie an Microsoft übermitteln. Es gibt einen Überblick über Diagnoseereignisse und die dabei erfassten Daten. Microsoft nutzt die Daten nach eigenen Angaben, um das Windows-Betriebssystem zu verbessern.

Zudem können Nutzer die Diagnoseereignisse durchsuchen oder nach Kategorien wie Produkt- und Dienstnutzung, Software-Setup und –Inventar oder Geräte-Konnektivität und –Konfiguration filtern. Darüber hinaus bittet Microsoft die Windows Insider um Feedback zum Diagnostic Data Viewer.

Einem Blogeintrag von Dona Sarkar, Chefin des Windows-Insider-Programms, zufolge, wurde auch die neue Funktion Timeline überarbeitet. Anhand von Rückmeldungen von Testern wurde nun die Löschung von Aktivitäten in der Timeline vereinfacht. Beispielsweise lassen sich Aktivitäten des aktuellen Tags oder der letzten Stunde löschen. Die Entwickler haben aber auch die Privatsphäreeinstellungen für die Timeline verfeinert. Nutzer können nun festlegen, ob ihre Aktivitäten mit der Cloud synchronisiert werden. Andernfalls zeigt die Timeline lediglich die Aktivitäten der letzten vier Tage an.

Weitere Verbesserungen betreffen die Windows Shell und die Einstellungen-App. Erstere vereinfacht die Einrichtung von Windows Hello. Zudem informiert die App-Übersicht in den Einstellungen nun auch über Versionsnummern der installierten Anwendungen. Nutzern stehen aber auch neue Bedienungshilfen und Einstellungen für Schriftarten zur Verfügung.

Sets sind indes nicht mehr Bestandteil des Redstone-4-Updates. „Falls Sie Sets getestet haben, werden Sie sie nicht mehr sehen“, schreibt Sarkar. Die Funktion werde allerdings nach der Veröffentlichung von Redstone 4 zurückkehren.

Die im November 2017 angekündigten Sets sollen Nutzern helfen, Inhalte zu organisieren und zu einer bereits begonnen Arbeit zurückzukehren. Sets sollen Anwendungen, Websites und Dateien zusammenfassen, die Nutzer für eine bestimmte Aufgabe oder Arbeit benötigen. Sie lassen sich als „Set“ öffnen, bearbeiten und auch wieder schließen – beispielsweise, um während der Arbeit an einem Projekt spontan auf eine Anfrage reagieren zu können, die andere als die geöffneten Programme und Dateien benötigt.

Des Weiteren behebt das Build 17083 diverse Fehler. Unter anderem sollen Probleme bei der Bestätigung von Toast-Benachrichtigungen, beim Verschieben von Tabs im Browser Edge und beim Ändern der Berechtigungen für Mikrofon und Kamera der Vergangenheit angehören. Außerdem soll die Einstellungen-App nicht mehr abstürzen, wenn die Einstellungen für die E-Mail- und App-Konten geöffnet werden. Eine vollständige Übersicht aller Korrekturen sowie der bekannten Probleme findet sich in Sarkars Blogeintrag.

Das Redstone-4-Update nähert sich langsam seiner Fertigstellung. Seiner eigenen Planung zufolge will Microsoft die Entwicklung im März abschließen. Die Verteilung der finalen Version sollte dann Ende März oder spätestens Anfang April erfolgen.

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[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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Themenseiten: Betriebssystem, Microsoft, Privacy, Windows 10

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1 Kommentar zu Neue Preview von Windows 10 bringt Telemetriedaten-Tool

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  • Am 25. Januar 2018 um 21:24 von C

    MS, Apple & Google – alle liefern sie KEIN OS aus, sondern Spyware!

    Alles unter dem Deckmantel UX.

    Ohne das ganze Gedöns wären die OS sicherer, schneller & stabiler. Aber, so etwas scheint User heute nicht zu interessieren. Insbesondere nicht ihre Privat-Sphäre und schützenswerte Daten. Die dumme Schafherde halt…wird weiter dumm gehalten.

    Ich kann nicht nachvollziehen, warum mein Browser-Verlauf, meine HW & SW, meine Bilder & Videos, Dateien u. a. mehr einen OS-Hersteller interessieren sollen. Ein OS hat nur eine Aufgabe: die Betriebsmittel des Rechners zu verwalten und diese den Applikationen zugänglich zu machen. Nicht mehr, nicht weniger.

    Von daher gehe Ich den OSS Weg. OSS-CPU, OSS-BIOS, OSS-OS. Nur so werden meine Privat-Sphäre & meine Daten in Zukunft geschützt.

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