Bitkom zählt vier Millionen Opfer von Internet-Kriminalität

Studie zeigt geringes Sicherheitsbewusstsein deutscher Nutzer

Der ITK-Branchenverband Bitkom hat die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage veröffentlicht, wonach fast vier Millionen Deutsche bereits irgendwann Opfer von Internet- oder Computerkriminalität geworden sind. „Bei gut 90 Prozent aller Computernutzer ist noch nie ein Schaden aufgetreten. Dennoch dürfen wir mit der scheinbar geringen Schadensquote nicht zufrieden sein“, sagte Dieter Kempf, Mitglied des Bitkom-Präsidiums.

Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführten Umfrage nutzen 80 Prozent der 72 Millionen Computernutzer über 14 Jahre einen PC zu privaten oder beruflichen Zwecken. Ein Prozent der Befragten wurden bei Online-Auktionen oder beim Online-Banking Opfer eines Verbrechens. Zwei Prozent gaben an, Viren hätten ihren Computer beschädigt. Drei Prozent nannten sonstige Umstände wie unseriöse Dialer als Ursachen für einen materiellen Schaden.

Die Umfrage ermittelte auch ein geringes Sicherheitsbewusstsein vieler Deutschen. 17 Prozent der Teilnehmer verzichten auf ein Virenschutzprogramm. Eine Firewall kommt nur auf 67 Prozent der Rechner zum Einsatz, und lediglich 28 Prozent der Anwender schützen ihre Daten mit einem Verschlüsselungsprogramm. Kempf zufolge müssten ein Virenschutzprogramm und eine Firewall vor der ersten Web-Sitzung auf jedem PC installiert sein: „Ist der eigene Rechner mit Viren infiziert, sind die Computer von Freunden und Bekannten einem erhöhten Risiko ausgesetzt.“

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Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Bitkom zählt vier Millionen Opfer von Internet-Kriminalität

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  • Am 8. Juli 2008 um 14:46 von Patrick

    Medien und Justiz soll dafür agieren
    Offenbar sind Medien und Justiz überfordert. Der falsch Blick fällt schon gar keinem mehr auf. Alle akzeptieren den Sch… und machen munter mit. Keiner gibt gegensteuer und nehmen es wie ein Naturereignis hin.

  • Am 8. Juli 2008 um 14:43 von paternoster

    Anbieter muss Sicherheit bieten wie bei allen Produkten
    Es wird Zeit, dass der Blickwinkel auch beim ganzen Internetangebot geändert wird und die Angebote gleich behandelt werden wie alle anderen Produktangebote.
    D.h. der Anbieter muss für die Sicherheit seiner Produkte gerade stehen und nicht der unbedarfte Kunde.
    Der Kunde ist König!!! Schon vergessen?
    Dann schrumpft auch der angebotene Schrott auf ein brauchbares Mass.

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