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Microsofts SkyDrive heißt bald OneDrive

Microsoft hat den neuen Namen seines Cloud-Speicherdiensts SkyDrive bekannt gegeben: Er lautet OneDrive – und nicht NewDrive, wie ein Bericht im November behauptet hatte. Im neuen OneDrive-Blog schreibt Microsoft zur Eröffnung, der Namenswechsel bei einem so beliebten Produkt sei ihm nicht leichtgefallen.

Für bestehende Nutzer von SkyDrive und SkyDrive Pro ändert sich nichts. Der Betrieb werde ohne Unterbrechung weiterlaufen, verspricht Microsoft. Alle Inhalte werden einfach nur auf einer neuen Domain und unter einem anderen Produktnamen erhältlich sein. SkyDrive Pro übrigens wird durch OneDrive for Business abgelöst. Auf der OneDrive-Website heißt es vorerst noch, das Angebot werde in Kürze starten.

Im Juli hatte ein britisches Gericht entschieden, dass „SkyDrive gegen das Warenzeichen „Sky“ des Unternehmens British Sky Broadcasting (BSkyB) verstößt. Richterin Sarah Asplin kam zu dem Schluss, dass „der durchschnittliche Verbraucher“ wahrscheinlich durch die Namensähnlichkeit verwirrt sei und dass die Öffentlichkeit den Eindruck bekomme, die Angebote von Microsoft und BSkyB kämen aus einer Quelle oder seien miteinander verbunden.

Allerdings bezog sich das Urteil nur auf die Europäische Union. Microsoft entschied sich aber, den Namen gleich weltweit zu wechseln.

BSkyB ist einer der größten Pay-TV-Anbieter in Großbritannien und Europa. Um seine Kundenbasis zu erweitern, stellt das Unternehmen auch mobile Anwendungen und Streaming-Dienste bereit. Die neuen Dienste nutzen auch cloudbasierte Technologien. Zudem bot das Unternehmen bis Dezember 2011 unter dem Namen Sky Store & Share auch einen eigenen Speicherdienst an.

Es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft einen Markennamen ändern muss. Im vergangenen Jahr gab es die Bezeichnung „Metro“ für die neue Oberfläche von Windows 8 und Windows Phone auf. Allerdings betonten Vertreter des Unternehmens, Metro sei auch nur ein Codename gewesen, obwohl die Bezeichnung in vielen Marketingunterlagen genutzt wurde. Offiziell begründete Microsoft den Verzicht auf Metro nie mit einem Namensstreit. Vielmehr sprach es von „Diskussionen mit einem wichtigen europäischen Partner„, bei dem es sich um den deutschen Handelskonzern Metro AG gehandelt haben soll.

Kürzlich hat sich Microsoft den Markennamen „Mod“ schützen lassen. Einige Beobachter glauben, dass dies der Ersatz für „Metro“ beziehungsweise die Kurzform des jetzt gebräuchlichen Terminus „Modern-UI“ sein wird.

Florian Kalenda

Seit dem Palm Vx mit Klapp-Tastatur war Florian mit keinem elektronischen Gerät mehr vollkommen zufrieden. Er nutzt derzeit privat Android, Blackberry, iOS, Ubuntu und Windows 7. Die Themen Internetpolitik und China interessieren ihn besonders.

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