Microsoft steigert Umsatz und Gewinn im zweiten Fiskalquartal

Microsoft hat die Bilanz für das zweite Fiskalquartal (bis 31. Dezember) vorgelegt. Der Umsatz des Softwarekonzerns verbesserte sich um 14 Prozent auf 36,9 Milliarden Dollar. Beim Gewinn legte das Unternehmen sogar um 38 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar oder 1,51 Dollar je Aktie zu. Das Wachstum wurde vor allem von den auf Geschäftskunden ausgerichteten Sparten wie Cloud-Computing vorangetrieben.

Die Erwartungen von Analysten übertraf Microsoft deutlich. Sie hatten Einnahmen von 35,67 Milliarden Dollar und einen Überschuss je Aktie von 1,32 Dollar vorhergesagt. Die guten Zahlen bescherten der Microsoft-Aktie folglich im nachbörslichen Handel ein deutliches Plus von 4,14 Prozent oder 6,96 Dollar. Bereits im Tagesverlauf hatte das Papier mit 168,75 Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch erreicht und Redmond eine Marktkapitalisierung von mehr als 1,28 Billionen Dollar verschafft.

Die Consumer-Sparte More Personal Computing steuerte mit 13,2 Milliarden Dollar den größten Teil zum Gesamtumsatz bei. Mit 2 Prozent hatte sie aber auch das geringste Wachstum. In diesem Punkt glänzte die Sparte Intelligent Cloud mit 27 Prozent, was ihr Einnahmen von 11,9 Milliarden Dollar bescherte und die Sparte Productivity and Business Processes zum „kleinsten“ Geschäftsbereich machte. Der unter anderem für Office und Dynamics zuständige Geschäftsbereich nahm 11,8 Milliarden Dollar ein, 17 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Das Support-Ende von Windows 7 bescherte Microsoft ein Umsatzplus von 18 Prozent bei den an OEMs verkauften Windows-Lizenzen. Windows-Server-Produkte und Cloud-Dienste verbesserten sich um 25 Prozent. Auch die Surface-Sparte meldete ein Plus von 6 Prozent.

Die Office-Anwendungen und Cloud-Dienste für Geschäftskunden erhöhten sich um 16 Prozent. Im Office-Consumer-Bereich betrug das Wachstum sogar 19 Prozent. Das größte Umsatzwachstum erzielte jedoch Microsoft Azure mit 62 Prozent.

Die höchste Profitabilität erreichte indes die Productivity and Business Processes Group. Sie erwirtschaftete 5,18 Milliarden Dollar operativen Gewinn, 29 Prozent mehr als vor einem Jahr. Aus nahezu demselben Umsatz generierte die Intelligent Cloud 4,53 Milliarden Dollar Profit (plus 38 Prozent). Den geringsten operativen Gewinn verbuchte die Windows-Sparte mit 4,18 Milliarden Dollar – allerdings in Verbindung mit einem Wachstum von 41 Prozent.

Im laufenden dritten Fiskalquartal strebt Microsoft nun einen Umsatz zwischen 34,1 und 34,9 Milliarden Dollar an. Das Vorjahresquartal hatte das Unternehmen mit Einnahmen von 30,6 Milliarden Dollar abgeschlossen.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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