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ARM stellt Cortex-A32 für IoT vor

ARM hat mit dem Cortex-A32 einen auf 32 Bit beschränkten Prozessor entworfen, der für Wearables, Embedded-Systeme und das Internet der Dinge geeignet ist. Die Stromaufnahme beträgt lediglich 4 mW, wenn man von einer Single-Core-CPU mit 100 MHz Takt ausgeht.

Diesem Beispiel, das ARM zufolge der Minimalkonfiguration entspricht, liegt eine Fertigung in 28 Nanometer zugrunde. Laut dem Chipdesigner wäre der resultierende Halbleiter weniger als 0,25 Quadratmillimeter groß.

Im Vergleich mit den heute in Tablets und High-End-Smartphones verbreiteten Designs Cortex-A72 und A57 oder auch dem Cortex-A53 erscheint der A32 wie ein Rückschritt – im Gegensatz zu ihnen kann er keinen 64-Bit-Code ausführen. Er teilt aber mit ihnen den Befehlssatz ARMv8, nur eben um die 64-Bit-Befehle reduziert, was ihm einen deutlichen Vorteil gegenüber Cortex-A5 oder A7 bringen dürfte, die noch den Befehlssatz ARMv7 nutzen. Er ist zugleich als ihr Nachfolger intendiert, auch für Kleincomputer-Boards wie den Raspberry Pi.

ARM selbst sagt, der A32 sei rund 25 Prozent effizienter als der A7. Er ist auf bis zu vier Kerne skalierbar und der Stromverbrauch letztlich von der Zahl der Kerne sowie deren Taktung abhängig. Ein Vierkern-System mit 1 GHz Takt kann ARM zufolge weniger als 75 mW pro Core oder 300 mW insgesamt verbrauchen.

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Der Cortex-A32 enthält ARMs TrustZone-Technik für verschlüsselte Übertragung und Authentifizierung. Zusätzlich kann er für hardwareunterstützte Verschlüsselung mit großer Schlüssellänge und hochsichere Systeme mit einem Kryptoprozessor der Reihe TrustZone CryptoCell-700 kombiniert werden.

Als geeignete Produktionsverfahren nennt ARM die von ihm unter dem Namen ARM Artisan definierten, die auf Prozesse mit 28 und 40 Nanometern Strukturbreite bei TSMC aufsetzen. Für ihre Optimierung hinsichtlich Größe und Rechenleistung hält ARM zusätzliche Werkzeuge unter designstart.arm.com bereit.

Als Testimonial zitiert der Chipdesigner Maarten Ectors, der bei Canonical als Vizepräsident für Snappy Ubuntu Core zuständig ist, den Ableger des Linux-Betriebssystems fürs Internet der Dinge. Er sagt: „IoT-Knoten unterscheiden sich zunehmend voneinander, und die anspruchsvolleren erfordern heute oft ein umfangreiches Betriebssystem. Kombiniert man Snappy Ubuntu Core und die hocheffiziente Rechenkraft und Skalierbarkeit des Cortex-A32, können Entwickler die Grenze im Internet der Dinge neu setzen.“

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit Prozessoren aus? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit dem Quiz auf silicon.de.

Florian Kalenda

Seit dem Palm Vx mit Klapp-Tastatur war Florian mit keinem elektronischen Gerät mehr vollkommen zufrieden. Er nutzt derzeit privat Android, Blackberry, iOS, Ubuntu und Windows 7. Die Themen Internetpolitik und China interessieren ihn besonders.

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