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E-Mail Reloaded: Microsoft Clutter, IBM Verse und Google Inbox

Die Flut an täglichen E-Mails sind laut einer Studie von McKinsey Global Institute dafür verwantwortlich, dass Wissensarbeiter geschätzte 28 Prozent ihrer Arbeitszeit mit der Verwaltung von Nachrichten herumschlagen. Damit die Möglichkeiten von E-Mail in Unternehmen weiter effizient genutzt und ausgebaut werden können, machen sich große Unternehmen in diesem Bereich ständig Gedanken darüber, wie die eigenen Produkte verbessert werden können. Vor allem das Sortieren und Verwalten von immer mehr E-Mails steht im Fokus, da hier besonders viel Potential in der Steigerung der Produktivität schlummert.

Microsoft legt in diesem Bereich seinen Schwerpunkt auf die Verbesserung des eigenen E-Mail-Clients Outlook und den E-Mail-/ Groupware-Server Exchange. Auch der Clouddienst Office 365 wird ständig erweitert. Dazu hat Redmond mit Office Graph, auch Delve genannt sowie Clutter Zusatzdienste in Office 365 integriert, mit denen sich Informationen und E-Mails besser verwalten lassen sollen.

IBM entwickelt derzeit ein neues E-Mail-System mit der Bezeichnung Verse. Der Verse-Client soll als Freemium-Modell zur Verfügung stehen und bietet weitreichende Anbindung sozialer Medien. Das System soll dazulernen und die Effizienz der Anwender erhöhen. Wichtige Informationen können über Verse auch als Blogpost veröffentlicht werden. Einfach ausgedrückt sollen also Anwender alle wichtigen Informationen zu E-Mails, Absendern und Empfängern zentral erhalten und mit verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten verwalten können. Das Ganze soll intelligent mitlernen und sich ständig weiter entwickeln. Wichtig ist IBM die intuitive Verwendung der Oberfläche. Die Software soll so viel wie möglich automatisiert durchführen, den Rest soll der Anwender möglichst einfach selbst erledigen können. Außerdem sollen die Anwender nicht mehr zwischen verschiedenen Fenstern hin- und her wechseln, sondern gezielt in einer Oberfläche arbeiten können. Die Verwendung von E-Mails stellt hier nur eine der verwendeten Funktionen dar, auch wenn diese zentrales Mittel der Kommunikation ist.

Der neue IBM E-Mail-Client bietet erweiterte Möglichkeiten der E-Mail-Verwaltung sowie die Anbindung sozialer Medien und Blogs (Bild: IBM).

Google entwickelt derzeit mit Google Inbox ebenfalls einen neuen E-Mail-Dienst, der die Verwaltung und Sortierung von E-Mails deutlich erleichtern soll. Der Dienst bietet eine neue Oberfläche sowie intelligente Verwaltungsmöglichkeiten von E-Mails.

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Thomas Joos

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