McAfee: Zahl der Schadprogramme für Macs steigt 2016 um 744 Prozent

2016 gab es insgesamt 460.000 Malware-Varianten für Macs. Die Zahl aller Schädlinge erhöhte sich indes auf 638 Millionen. Mobile Malware hat in Afrika die höchste Verbreitung.

Die Zahl der Schadprogramme für Apples Desktop-Betriebssystem Mac OS X hat sich 2016 offenbar um 744 Prozent erhöht. Diese Zahl nennt McAfee Labs in seinem jüngsten Sicherheitsbericht (PDF). Allein im vierten Quartal 2016 wuchs die Zahl der neuen Mac-Schadprogramme um 245 Prozent.

McAfee (Bild: Intel)Der Sicherheitsanbieter weist aber auch darauf hin, dass es im Vergleich zu Windows nur wenige Bedrohungen für Apple-Computer gibt. Insgesamt habe es im vierten Quartal 2016 rund 460.000 Schadsoftwarevarianten für Macs gegeben. Darüber hinaus falle der größte Teil der Mac-Malware in die Kategorie Adware, also Programme, die unerwünschte Werbung einblenden.

Die Gesamtzahl der neuen Malware-Varianten für alle Plattformen schrumpfte im vierten Quartal um 17 Prozent auf 23 Millionen. Die Zahl aller bekannten Schadprogramme kletterte 2016 trotzdem um 24 Prozent auf 638 Millionen.

Auch im Bereich Ransomware entspannte sich dem Bericht zufolge die Lage. Nachlassende Aktivitäten von Locky und Cryptowall führten dazu, dass im vierten Quartal 71 Prozent weniger neue Ransomware-Varianten gefunden wurden als im dritten Quartal. Trotzdem ist Erpressersoftware weiterhin ein Wachstumsmarkt. Die Zahl aller Varianten stieg 2016 um 88 Prozent.

Mobile Geräte haben zudem eine immer größere Bedeutung für Hacker. Gab es im vierten Quartal 2015 noch weniger als 8 Millionen mobile Malware-Varianten, waren es ein Jahr später schon rund 15 Millionen. Allerdings gab es auch hier zwischen dem dritten und vierten Quartal einen Abwärtstrend. Die Zahl der neuen mobilen Varianten schrumpfte in diesem Zeitraum um 17 Prozent.

In Afrika war zwischen September und Dezember die Wahrscheinlichkeit am höchsten, sich mit einer mobilen Malware zu infizieren. Dort fand McAfee auf 12 Prozent aller Geräte seiner Kunden mindestens eine Schadsoftware. Den niedrigsten Anteil ermittelte das Unternehmen in Europa mit knapp über vier Prozent, gefolgt von Australien und Nordamerika.

Der Bericht nennt zudem Zahlen zu offiziell bestätigten und bekannt gewordenen Sicherheitsvorfällen. 197 Ereignisse wurden demnach von den Opfern öffentlich gemacht. Weitere 974 Angriffe wurden bekannt, ohne dass sich die Betroffen dazu äußerten. Die meisten Vorfälle ereigneten sich in Nord- und Südamerika, gefolgt von Asien, Europa und Ozeanien. Die meisten Angriffe richteten sich gegen den öffentlichen Sektor und Einzelpersonen. Politische Organisationen bilden indes in dieser Kategorie das Schlusslicht.

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5 Kommentare zu McAfee: Zahl der Schadprogramme für Macs steigt 2016 um 744 Prozent

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  • Am 7. April 2017 um 12:16 von FreeMac

    Das freut mich, weil es die Behauptung durchkreuzt das Windows noch lange Marktführer sein wird (gefakte Umfragen zeigen ja immer noch Windows mit 99,99% Marktführerschaft :-).

    Ernsthafte Lücken gibt es aber beim Mac nicht (und das seit 10 Jahren), ausser die des Users. Wenn ein User einen Anhang einer Email mit dem Namen „VIRUS“ anklickt, oder sich von irgendwelchen dubiosen Seiten tagtäglich 2-3 Sachen installiert… der hat den Virus wirklich verdient.

    Virenscanner kommen mir nicht auf meinen Mac… das ist nur etwas für Windows Dosen.

    • Am 7. April 2017 um 22:43 von C

      @FreeMac

      Der Witz ist echt gut:
      „Virenscanner kommen mir nicht auf meinen Mac…“

      Nein, der ist ja serienmäßig in rudimentärer Form schon drauf (XProtect, Gatekeeper) – und diese werden trotzdem leicht überwunden.

      Noch besser ist der hier:
      „Ernsthafte Lücken gibt es aber beim Mac nicht (und das seit 10 Jahren),…“
      Hast Du 10 Jahre lang keine zdnet.de News-Meldungen verfolgt – oder bist Du nur zu faul um die Such-Funktion zu nutzen?

      Dein „sicherer Mac“ wurde vor Kurzem – mal wieder zum x-ten male – ganz locker & leicht überwunden. CanSecWest = pwn2own.

      Die „richtigen“ IT Kollegen überwinden Dein System locker vom Hocker. Aber – glaub Du nur an Deine gefühlte Sicherheit. Glaube ersetzt Wissen. Zumindest bei Dir.
      Solche Typen hatten wir im Forum hier, jahrelang…

      • Am 8. April 2017 um 1:59 von Antiappler

        @C,der gute FreeMac wird bisher wohl nur die Gazetten vom Apfel und für den Apfel gelesen haben, da kommen solche Schauergeschichten über Viren und Sicherheitslücken auf Geräten von Apple bestimmt nicht vor. ;-)
        Ist mir unverständlich, dass in dieser Zeit noch Leute unterwegs sind, und das in einem IT-Forum, die solch merkwürdige Dinge erzählen.
        Ich weiß nicht, ob ich mich jetzt vertue, aber hat nicht auch sogar mal einer der hohen Bosse von Apple ähnliches Zeug von sich gegeben, und sind deshalb manche Apple-Anhänger auf solch einem schrägen Trip?

        @FreeMac,diese von Dir genannten User, die auf den Anhang einer Mail mit Namen „Virus“ klicken, gibt es auch bei den anderen Fraktionen.
        Das haben mit Sicherheit auch schon mal ganz viele Appler gemacht. ;-D

  • Am 7. April 2017 um 17:23 von Hmmm

    „Ernsthafte Lücken gibt es aber beim Mac nicht (und das seit 10 Jahren)“
    http://www.zdnet.de/88284770/macos-sicherheitsluecke-erlaubt-das-auslesen-von-passwoertern/

    • Am 8. April 2017 um 18:33 von Gast47

      Nur bei physikalischem Zugang zum Rechner und extra Hardware. Also nicht wirklich ernsthaft.

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