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5G: Huawei stellt neue Infrastrukturprodukte vor

Huawei hat in London neue 5G-Produkte vorgestellt, die besonders die Bedürfnisse europäischer Mobilfunkkunden berücksichtigen. Huaweis Exekutiv-Direktor Ryan Ding sagte auf der Veranstaltung: „In Europa haben viele Betreiber nur begrenzte Standorte und Ressourcen. Wir sind der einzige Anbieter, der eine Lösung dafür anbietet. Wir begrüßen den Wettbewerb, aber im Moment können wir unsere Produkte auf den Tisch legen und fragen: ‚Wann werden unsere Konkurrenten das Gleiche tun?'“.

Huaweis neue 5G-Infrastrukturprodukte können allesamt Herausforderungen bewältigen, die für die europäische Region spezifisch sind. Der Mangel an Platz für die Installation von Antennen? Huawei bringt eine Version seiner Blade-AAU-Antenne auf den Markt, die 2G, 3G, 4G und 5G unterstützen kann und im Wesentlichen in allen Sub-6GHz-Frequenzbändern funktioniert.

Huawei hat bereits 91 kommerzielle 5G-Verträge abgeschlossen und über 600.000 5G Massive MIMO Active Antenna Units (AAUs) ausgeliefert (Bild: ZDNet.de).

Um sicherzustellen, dass 5G-Basisstationen „schnell und direkt in Europa gebaut werden können“, bringt das Unternehmen einen neuen superleichten Mast auf den Markt, der im Vergleich zum Industriestandard von 40 kg nur etwa 25 kg wiegt und für dessen Installation nur zwei Ingenieure und ein paar Stunden benötigt werden.

Aber die bisher größte Herausforderung, so Ding, sei das fragmentierte Funkfrequenzspektrum Europas. Die europäischen Länder weisen den Netzanbietern durch Auktionen Frequenzscheiben zu, und das Spektrum ist in Europa dank der großen Zahl koexistierender nationaler Betreiber besonders stark segmentiert.

Als Antwort darauf hat Huawei eine Antenne mit größerer Bandbreite auf den Markt gebracht, die in der Lage ist, die Abdeckung mehrerer Anbieter gleichzeitig zu unterstützen. Wo Netzbetreiber im Durchschnitt mit einem Spektrum von 200MHz arbeiten, kann die neue Antenne 400MHz unterstützen – doppelt so viel wie ihr Vorgänger.

Huawei-Manager Ryan Ding: „Wir haben versucht, die Anforderungen der Kunden zu verstehen und die Bereitstellung einer Trägeraggregation für 400MHz ist eine sehr praktikable Lösung, insbesondere in Europa, wo das Spektrum in den meisten Ländern sehr segmentiert ist“ (Bild: Huawei).

Huawei sagte, dass sein neues Produkt der übrigen Industrie „eine Generation voraus“ sei und in fragmentierten Frequenzmärkten wie Großbritannien, Spanien und Italien nützlich sein wird. Laut Ding war ein 400-MHz-Dienst in der Tat eine spezifische Anforderung, die von europäischen Betreibern gestellt wurde.

„Wir haben versucht, die Anforderungen der Kunden zu verstehen“, sagte der Huawei-Manager, „und die Bereitstellung einer Trägeraggregation für 400MHz ist eine sehr praktikable Lösung, insbesondere in Europa, wo das Spektrum in den meisten Ländern sehr segmentiert ist“.

Trotz der US-Sanktionen blickt Huawei zuversichtlich in die Zukunft. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge bereits 91 kommerzielle 5G-Verträge abgeschlossen und über 600.000 5G Massive MIMO Active Antenna Units (AAUs) ausgeliefert. Mehr als die Hälfte (47) der Vertragspartner stammen aus Europa. Zum Vergleich: Huaweis Hauptkonkurrent Ericsson hat weltweit etwa 50 kommerzielle Verträge abgeschlossen. „Letztes Jahr haben wir gesagt, dass wir unseren Konkurrenten 18 Monate voraus sind“, sagte Ding. „Und 12 Monate später kann ich mit Sicherheit sagen, dass Huawei immer noch diese Führungsposition innehat.“

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Kai Schmerer

Kai ist seit 2000 Mitglied der ZDNet-Redaktion, wo er zunächst den Bereich TechExpert leitete und 2005 zum Stellvertretenden Chefredakteur befördert wurde. Als Chefredakteur von ZDNet.de ist er seit 2008 tätig.

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