Facebook kündigt Tool zur Übertragung von Bildern zu Google Fotos an

Facebook hat ein neues Werkzeug angekündigt, mit dem Nutzer ihre in dem Sozialen Netzwerk veröffentlichten Fotos und Videos auf andere Cloud-Dienste übertragen können. Zum Anfang unterstützt das Tool Google Fotos. Es ist aber geplant, „diese Export-Funktion in naher Zukunft auf andere Dienste auszuweiten“.

Einem Blogeintrag zufolge wird die neue Funktion derzeit an Nutzer in Irland verteilt. Weltweit soll sie Anfang 2020 zur Verfügung stehen. Das Werkzeug basiert auf dem Framework des Data Transfer Project (DTP). Die 2018 gegründete Initiative will eine Open-Source-Plattform entwickeln, die eine Datenübertragung zwischen Online-Diensten unterschiedlicher Anbieter ermöglicht. Dem Projekt gehören neben Facebook und Google auch Apple, Microsoft und Twitter an.

Der DTP-Standard setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Darunter sind gemeinsame Daten-Modelle für unterschiedliche Inhalte wie Fotos, Kontakte oder Wiedergabelisten. Adapter wiederum übernehmen die Authentifizierung, beispielsweise über OAuth, und die Umwandlung der Daten von und zu den gemeinsamen Daten-Modellen. Ein Task Management Framework schließlich fügt alle Teile zusammen und ist für die eigentliche Übertragung der Daten verantwortlich.

Der Code für Import und Export von DTP-formatierten Inhalten wie Texten, Einstellungen, Fotos und Video steht unter einer Open-Source-Lizenz und ist auf GitHub verfügbar. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass auch andere Plattformen Gebrauch davon machen. Die Implementierung soll Dritten mithilfe von Erweiterungen für Google Cloud Platform und Microsoft Azure schmackhaft gemacht werden, die das Hosting einer Programmierschnittstelle für den DTP Import/Export ermöglichen.

„Wir haben das letzte Jahr damit verbracht, die Grundlage für das Foto- und Videotransfer-Tool zu schaffen, mit dessen Veröffentlichung wir heute beginnen. Wir haben unsere eigenen proprietären Erweiterungen geschrieben, die sich in unser Tooling integrieren lassen und es uns ermöglichen, einen zuverlässigen Service zu betreiben“, heißt es im Facebook-Engineering-Blog.

Um die Sicherheit einer Datenübertragung auf einen anderen Dienst zu gewährleisten, kann der Vorgang nur vom Inhaber des Facebook-Kontos angestoßen werden. Eine Übertragung muss laut Facebook zudem stets mit dem Konto-Passwort bestätigt werden. Auch wird die Verknüpfung mit dem Ziel-Dienst nach Abschluss der Übertragung beendet. „Wir schicken auch eine E-Mail an das registrierte Konto, sobald die Übertragung beginnt, was Nutzern die Möglichkeit gibt, die Übertragung zu beenden, falls sie ihre Meinung ändern oder die Anfrage nicht erkennen.“

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Stefan Beiersmann @beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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