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Samsung kündigt Smartwatch mit rundem Bildschirm an

Während Apple heute seine erste Smartwatch offiziell in den Verkauf bringt, hat Samsung nun schon sein siebtes Modell indirekt angekündigt. Es stellt Entwicklern ein neues Software Development Kit (SDK) für die nächste Gear-Gerätegeneration zur Verfügung – erstmals noch bevor das eigentliche Produkt enthüllt wurde. Ebenfalls ein Novum: Anders als alle bisherigen Samsung-Smartwatches wird das nächste Gear-Modell offensichtlich über ein rundes Display verfügen, wie eine Herstellergrafik nahelegt.

Mit dem runden Design orientiert sich Samsung an bereits oder schon bald verfügbaren Smartwatches wie Motorolas Moto 360, Huaweis Watch oder LGs G Watch Urbane. Nähere Informationen zu dem neuen Gerät liefert Samsung in seiner Ankündigung nicht. Gegenüber CNET.com erklärte ein Sprecher: „Wir werden Einzelheiten zum Zeitpunkt der Produktvorstellung enthüllen, wenn wir so weit sind.“

SamMobile hatte schon vor rund zwei Wochen berichtet, dass Samsung an einer runden Smartwatch mit dem Codenamen „Orbis“ arbeite, die voraussichtlich als „Gear A“ auf den Markt komme und im Premiumsegment angesiedelt sei. Nach Informationen des Blogs wird sie in zwei Varianten erhältlich sein: eine mit WLAN sowie Bluetooth und die andere zusätzlich mit UMTS-Unterstützung, sodass sich damit auch ohne gekoppeltes Smartphone Daten abrufen und Telefonate führen lassen.

Schon heute hat Samsung mehr verschiedene Smartwatch-Modelle auf den Markt gebracht als alle seine Konkurrenten. Es versucht auf diese Weise, den erst wachsenden Markt zu bestimmen und zu kontrollieren. Laut Strategy Analytics gelang ihm das im vergangenen Jahr als Marktführer. Doch mit dem heutigen Start der Apple Watch dürfte sich die Situation bald ändern. Denn viele Analysten erwarten, dass Apple im laufenden Jahr bei den Smartwatch-Verkäufen direkt an Samsung vorbeiziehen wird. Für beide Unternehmen ist das Wearable-Segment von großer Bedeutung, da die Märkte für Smartphones und Tablets inzwischen langsamer wachsen.

Branchenbeobachter hatten schon zum Mobile World Congress im März mit einer runden Smartwatch von Samsung gerechnet, als Ergänzung zu den dort vorgestellten Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge. Doch stattdessen konzentrierte sich Samsung auf seine Smartphones und sein Virtual-Reality-Headset Gear VR. Wahrscheinlich wollte es erst abwarten, was Apple mit seiner ersten Smartwatch vorstellt, ehe es seinerseits ein neues Gerät präsentiert.

Entscheidend für den Kaufanreiz bei Smartwatches ist, was Nutzer tatsächlich mit ihnen anfangen können, also welche Apps zum Start zur Verfügung stehen. Daher versucht Samsung mit dem Early-Access-Programm für sein neues SDK Entwickler dafür zu gewinnen, Anwendungen für sein kommendes Gerät zu erstellen. Laut Samsung gibt es bisher rund 3000 Apps für seine Gear-Modelle mit Tizen OS. „Wir wollen die Smart-Wearable-Erfahrung durch eine engere Zusammenarbeit mit App-Partnern und Entwicklern bereichern“, erklärte es gegenüber CNET.com. Das wird auch nötig sein, um gegen Apple zu bestehen. Denn zum Start der Apple Watch liegen ebenfalls schon 3000 kompatible Anwendungen vor. Der Marktforschungsdienst AppFigures erwartet sogar, dass die Zahl innerhalb eines Jahres auf rund 100.000 steigt.

[mit Material von Shara Tibken, News.com]

ZDNet.de Redaktion

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