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Künstliche Intelligenz: Microsoft investiert eine Milliarde Dollar in OpenAI

Microsoft hat die Investition von einer Milliarde Dollar in das US-Start-up OpenAI angekündigt. Das Geld fließt im Rahmen einer „exklusiven mehrjährigen Computing-Partnerschaft“, mit dem Ziel, neue AI-Supercomputing-Technologien für Microsofts Cloud-Plattform Azure zu entwickeln. Damit wiederum sollen die Bemühungen von OpenAI unterstützt werden, eine „Artificial General Intelligence“ (AGI) zu schaffen.

Vertreter von OpenAI beschreiben die AGI als ein System, dass in der Lage ist, einen Forschungsbereich auf dem Niveau von weltweiten Experten zu beherrschen beziehungsweise dass mehr Bereichen gerecht werden kann als ein Mensch. Im Gegenzug für die Investition verpflichtet sich OpenAI zudem, Microsoft zum „bevorzugten Partner für die Kommerzialisierung neuer AI-Technologien“ zu machen.

Schon 2016 kürte OpenAI Azure zum wichtigsten Cloud-Provider. In der gestern veröffentlichten Pressemitteilung heißt es nun, OpenAI werde seine Dienste auf Microsoft Azure portieren, was offenbar eine Ausweitung der bisherigen Zusagen des Start-ups darstellt.

Im Dezember 2015 wurde OpenAI als gemeinnütziges Unternehmen gegründet. Es hat seinen Firmensitz in San Francisco und beschäftigt derzeit rund 100 Mitarbeiter. Mit seiner Arbeit will OpenAI sicherstellen, dass die „gesamte Menschheit von einer Artificial General Intelligence profitiert“. Zum Aufsichtsrat von OpenAI gehören Sam Altman, ehemaliger Präsident von Y Combinator, und Tesla-CEO Elon Musk. Zu den frühen Unterstützern des Unternehmen gehörte aber auch Microsofts Cloud-Rivale Amazon Web Services.

Zu den Produkten von OpenAI gehören die Forschungsplattform OpenAI Gym sowie eine Universe genannte Software-Plattform für das Training von künstlicher Intelligenz für Spiele, Websites und andere Anwendungen. Ein weiteres Projekt ist das Deep Neural Network MuseNet, das musikalische Kompositionen erstellt.

Bloomberg weist darauf hin, dass die Investition von einer Milliarde Dollar nicht an das Non-Profit-Unternehmen OpenAI fließt, sondern an die auf die Erzielung von Gewinnen ausgerichtete Tochter OpenAI LP. Die weitere Partnerschaft beziehe sich jedoch auf das gesamte Unternehmen OpenAI.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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