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FTC-Untersuchung: Facebook rechnet mit Geldstrafe von bis zu 5 Milliarden Dollar

Facebook hat Investoren vor einer möglichen Geldstrafe der US-Handelsbehörde Federal Trade Commission gewarnt. Das Unternehmen schätzt, dass es im Fall einer Verurteilung ein Bußgeld zwischen 3 und 5 Milliarden Dollar zahlen muss. Die gestern veröffentlichte Bilanz enthält deswegen eine Rückstellung in Höhe von 3 Milliarden Dollar.

Die wiederum drückt den Nettogewinn auf 2,43 Milliarden Dollar oder 0,85 Dollar je Aktie, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal von 51 Prozent entspricht. Ohne diese einmalige Belastung wäre der Profit um fast 9 Prozent gestiegen und der Aktiengewinn um 12 Prozent auf 1,89 Dollar. Seinen Umsatz verbesserte Facebook indes um 26 Prozent auf 15,08 Milliarden Dollar.

Damit übertrifft Facebook die Erwartungen von Analysten, die Einnahmen von 14,97 Milliarden Dollar und einen Non-GAAP-Überschuss von 1,63 Dollar je Aktie vorausgesagt hatten. Im nachbörslichen Handel reagierten Anleger entsprechend gelassen auf die milliardenschwere Rückstellung. Der Kurs der Facebook-Aktie legte hier um 13,17 Dollar oder 7,21 Prozent auf 195,75 Dollar zu.

2011 hatte sich das Social Network nach einem Datenverlust mit der FTC auf die Einhaltung bestimmter Auflagen geeinigt. Nun prüft die Behörde, ob Facebook im Rahmen des Cambridge-Analytica-Skandals gegen diese Auflagen verstoßen hat. Der Ausgang des Verfahrens ist Facebook zufolge noch vollkommen offen.

Die Zahl der monatlich und auch der täglich aktiven Nutzer steigerte Facebook jeweils um 8 Prozent. Im März 2019 griffen durchschnittlich jeden Tag rund 1,56 Milliarden Menschen auf Facebook zu. Mindestens einmal im März interagierten 2,38 Milliarden Menschen mit dem Sozialen Netzwerk. Zudem schätzt Facebook, dass 2,1 Milliarden Menschen einmal täglich Facebook, Instagram, WhatsApp oder Facebook Messenger nutzen.

Facebooks wichtigste Einnahmequelle ist weiterhin Werbung. 14,91 Milliarden Dollar spülten Online-Anzeigen in die Kasse des Unternehmens, 26 Prozent mehr als vor einem Jahr. 93 Prozent davon wurden auf mobilen Geräten generiert, zwei Prozentpunkte mehr als im ersten Quartal 2018.

Das Barvermögen des von Mark Zuckerberg gegründeten Unternehmens erhöhte sich zum Ende des Quartals auf 45,24 Milliarden Dollar. Zudem arbeiteten zum Stichtag 31. März 37.773 Menschen für Facebook. Am 31. März 2018 waren es 27.774.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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