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Windows 10: effizienter arbeiten mit Tastenkombinationen

Fenster mit Snap besser anordnen

Microsoft bietet mit Windows 10 eine wesentlich bessere Snap-Funktion, mit der sich Fenster nahtlos nebeneinander anordnen lassen. Nutzen Anwender diese Snap-Funktion, also das Anpinnen von Anwendungen an bestimmten Stellen des Desktops, macht Windows 10 Vorschläge, wie die restlichen Fenster angeordnet werden sollten, um einen möglichst guten Überblick zu erhalten.  Auf dem freien Bereich des Bildschirms, der nicht durch Anwendungsfenster bedeckt ist, zeigt Windows 10 die anderen Anwendungen an.

Die Snap-Funktion hat Microsoft in Windows 10 deutlich ausgebaut (Screenshot: Thomas Joos).

In Windows 10 lassen sich auf diesem Weg bis zu 4 Anwendungen per Snap anordnen, was vor allem für große Bildschirme einen echten Mehrwehrt bringt.  Um Anwendungen besser anzupinnen, bietet Windows 10 einige Tastenkombinationen an. Durch mehrmaliges tippen schaltet Windows 10 zwischen den einzelnen Funktionen der Tastenkombinationen um:

Win+Linker Pfeil heftet Anwendungen links an, Win+Rechter Pfeil pinnt die Anwendung an den rechten Rand. Die Tastenkombinationen funktionieren auch dann, wenn Anwender mehrere Monitore angeschlossen haben. Denn wenn Apps in diesem Fall mit der Maus angepinnt werden sollen, verschiebt Windows 10 Apps auf den anderen Bildschirm. Das lässt sich mit den Tastenkombinationen umgehen.

Windows 10: Snap-Funktion unterstützt übersichliche Anordnung von Anwendungen auf dem Bildschirm (Screenshot: ZDNet.de)

Natürlich lassen sich Anwendungen auch nach oben (Win+Pfeil nach oben) und nach unten (Win+Pfeil nach unten) verschieben. Auch hierdurch lassen sich Anwendungen steuern, indem die entsprechenden Tasten mehrmals verwendet werden. Kombinieren Anwender die verschiedenen Tastenkombinationen, reicht es aus die Windows-Taste gedrückt zu halten und mit den Pfeiltasten die Umschaltung durchzuführen. Zwar sind die Tastenkombinationen in Teilen auch in Windows 8.1 integriert, allerdings haben diese in Windows 10 neue Funktionen bekommen und eine bessere Übersicht.

Mit Tastenkombinationen lassen sich beim Einsatz mehrerer Monitore auch Anwendungen zwischen den Monitoren verschieben. Dazu werden die Tastenkombinationen Win+Shift+Linker Pfeil und Win+Shift+Rechter Pfeil verwendet. Mit der Tastenkombination Win+P können Anwender die Anzeige der angeschlossenen Bildschirme anpassen.

Cortana und andere Funktionen mit der Tastatur steuern

Mit der Tastenkombination Win+C startet das aktive Zuhören von Cortana. Das erweiterte Kontextmenü der Startschaltfläche gibt es auch in Windows 10. Dieses rufen Anwender weiterhin mit der Tastenkombination Win+X auf. Über dieses Menü stehen wichtige Systemverwaltungsprogramme zur Verfügung. Werden nach dem Betätigen dieser Tastenkombination weitere Tasten drücken, öffnen sich die verschiedenen Verwaltungsprogramme direkt.

Windows 10: Win + X öffnet ein Kontextmenü mit wichtigen Systemverwaltungsprogrammen (Screenshot: ZDNet.de)
Taste Startendes Programm Taste Startendes Programm
P Zusätzliche Features aktivieren M Mobilitätscenter
N Energieoptionen E Ereignisanzeige
Y Computereigenschaften G Geräte-Manager
W Netzwerkverbindungen V Datenträgerverwaltung
C Computerverwaltung I PowerShell
A Eingabeaufforderung/PowerShell mit Administratorrechen T Task-Manager
U Systemsteuerung/Herunterfahren X Explorer
S Cortana F Ausführen
U Herunterfahren/Systemsteuerung D Desktop

Durch Win+E startet der Explorer mit der Standard-Ansicht. Innerhalb des Explorers lässt sich wiederum mit Alt+P eine Vorschau der aktuell ausgewählten Datei anzeigen. Durch nochmaliges Verwenden dieser Tastenkombination wird die Vorschau wieder deaktiviert.  Mit den beiden Tastenkombinationen Win+Plus (+) und Win+Plus (-)  lässt sich die Anzeige des Bildschirms zoomen. Mit der Tastenkombination Win+i starten die Einstellungen von Windows 10, also der Nachfolger der Systemsteuerung.

Verwenden Anwender in Windows die Tastenkombination Win+Druck, erstellt Windows 10 einen Screenshot und legt das Bild als PNG-Datei im Unterordner Screenshots des Ordners Bilder. Mit der Taste Druck erstellen Anwender einen Screenshot in die Zwischenablage. Dieser lässt sich in andere Programme einfügen. Sind am PC mehrere Monitore angeschlossen, erstellt Windows 10 einen Gesamt-Screenshot des kompletten Desktops aller Monitore.

Besser navigieren mit Tastenkombinationen

Windows bietet natürlich weiterhin die Möglichkeit effizienter mit Fenster umzugehen und in Windows zu navigieren. Dazu hat Microsoft die bereits standardisierten und bekannten Tastenkombinationen auch in Windows 10 überführt:

Win – Öffnen oder Schließen des Startmenüs

Win+Pause – Anzeigen des Dialogfelds Systemeigenschaften

Win+D – Anzeigen des Desktops

Win+M – Minimieren aller Fenster

Win+Shift+M – Wiederherstellen minimierter Fenster auf dem Desktop

Win+E – Öffnen des Ordners Dieser PC im Explorer

Win+L – Sperren des Computers

Win+R – Öffnen des Dialogfelds Ausführen

Win+U – Öffnen des Centers für die erleichterte Bedienung

Programme schneller starten mit Verknüpfungen oder Schnellsuche

Sobald im Startmenü oder im Cortana-Feld ein Text eingegeben wird, sucht Windows 10 auch nach den entsprechenden installierten Anwendungen. Diese lassen sich über die Enter-Taste oder Anklicken starten. Alternativ können Anwender auch über das Kontextmenü des Desktops mit Neu\Verknüpfung den Befehl mit einem Icon auf dem Desktop integrieren. Über das Kontextmenü solcher Verknüpfungen besteht wiederum die Möglichkeit durch Auswahl von An Start anheften, das Programm im Startmenü festzumachen, oder durch Auswahl von An Taskleiste anheften, an die Taskleiste des Desktops. Interessante Befehle in diesem Zusammenhang sind:

filehistory.exe – Dateiversionsverlauf-Wiederherstellung starten

Appwiz.cpl – Startet die Verwaltung der Programme

Compmgmt.msc – Startet die Computerverwaltung

Devmgmt.msc – Startet den Geräte-Manager

Diskmgmt.msc – Startet die Festplattenverwaltung

Wf.msc – Erweiterte Verwaltungsoberfläche der Firewall starten

Firewall.cpl — Einstellungen der Firewall starten

Logoff.exe – Benutzer abmelden

OptionalFeatures.exe – Windows-Funktionen ein- und ausschalten

StikyNot.exe – Erstellen eines neuen Notizzettels auf dem Desktop

Rstrui.exe – Systemwiederherstellung starten

Systemreset.exe – PC auffrischen starten

Certmgr.msc – Startet die Verwaltung der Benutzerzertifikate

Certlm.msc – Startet die Verwaltung der Zertifikate des Computerkontos

Ncpa.cpl – Verwaltung der Netzwerkverbindungen

Psr.exe – Problemaufzeichnung starten

Systemsteuerung besser starten

Erstellen Anwender auf dem Desktop in Windows 10 eine neue Verknüpfung mit dem Befehl explorer.exe shell:::{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}, startet Windows in einem Fenster alle Programme aus der Systemsteuerung.

Wurde die Systemsteuerung normal geöffnet, lassen sich alle Programme in der Systemsteuerung auch dann einblenden, wenn auf der Tastatur „L“ eingegeben wird. Verwenden Anwender wiederum die Verknüpfung explorer.exe shell:::{20D04FE0-3AEA-1069-A2D8-08002B30309D} wird die Computer-Ansicht des Explorers angezeigt.

Wird eine Verknüpfung mit dem Befehl Explorer.exe Shell:::{4234d49b-0245-4df3-b780-3893943456e1} erstellt, zeigt Windows 10 ein Fenster mit allen installierten Anwendungen an.

Senden an-Menü verbessern – Drucker und Ordner hinzufügen

Über das Kontextmenü von Dateien und Ordner erreichen erscheint in Windows der Befehl Senden an. Hierüber können Anwender Dateien und Ordner schnell an beliebige Verknüpfungen kopieren oder als Anlage zu einer E-Mail hinzufügen.

Viele Einträge in diesem Menü werden häufig nicht benötigt. Auf der anderen Seite werden oft Ordner oder Programme benötigt, die im Menü nicht verfügbar sind.  Anwender haben in Windows 10 die Möglichkeit, die Verknüpfungen dieses Menüs zu bearbeiten. Dazu  wird „shell:sendto“ im Auführen-Menü (Win+R) eingegeben und mit der (Eingabe)-Taste bestätigt. Erstellen Anwender Verknüpfungen in diesem Ordner, die sie benötigen, oder werde Verknüpfungen gelöscht, die nicht benötigt werden, lässt sich der Inhalt des Menüs beeinflussen.

Es besteht auch die Möglichkeit über das Kontextmenü von Dateien die Dokumente direkt an Drucker zu senden. Dazu muss eine Verknüpfung für den Drucker erstellt werden. Das funktioniert allerdings nicht über „shell:sendto“, sondern in diesem Fall verwenden Anwender den Befehl „shell:PrintersFolder“.


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Thomas Joos

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