Galaxy-Verkäufe bescheren Samsung Gewinnsprung von 76 Prozent

Samsung hat im vierten Quartal 2012 zum fünften Mal in Folge einen Rekordgewinn eingefahren. Vor allem dank der starken Nachfrage nach seinen Galaxy-Geräten stieg der Profit im Jahresvergleich um 76 Prozent von 4,01 auf 7,04 Billionen Won (4,87 Milliarden Euro). Das geht aus der gestern veröffentlichten Bilanz hervor.

Auch operativ erzielte Samsung einen Rekordgewinn. Er kletterte gegenüber dem Vorquartal um 10 Prozent auf 8,84 Billionen Won (6,12 Milliarden Euro).

Der konsolidierte Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs um 18,5 Prozent auf 56 Billionen Won (38,76 Milliarden Euro). Fast die Hälfte der Einnahmen (27,23 Billionen Won) stammt aus der Mobilsparte. Vor allem das Flaggschiff-Smartphone Galaxy S3 und das Phablet Galaxy Note 2 trugen zu einem vierprozentigen Umsatzplus in diesem Geschäftsbereich gegenüber dem Vorjahr bei.

Die Ergebnisse liegen leicht über Samsungs Prognosen von Anfang des Monats. Vergangene Woche hatte es die Auslieferung von mehr als 100 Millionen Galaxy-S-Smartphones seit dem Start der Reihe im Mai 2010 bekannt gegeben. Mit der Serie stieg der koreanische Konzern zum führenden Smartphone-Hersteller neben Apple auf.

Das Gesamtjahr 2012 schloss Samsung mit einem operativen Gewinn von 29,05 Billionen Won (20,1 Milliarden Euro) ab. Die Einnahmen beliefen sich auf 201,1 Billionen Won (139,2 Milliarden Euro) zu.

„Obwohl Unsicherheiten in Europa und Bedenken hinsichtlich der Fiskalklippe in den USA zu einem schwierigen Umfeld geführt haben, haben wir in diesem Quartal unser Bestes gegeben, um hohe Gewinne zu erzielen, basierend auf einem strategischen Fokus auf differenzierte und hochwertige Produkte sowie auf unserer technologischen Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Robert Yi, Senior Vice President und Head of Investor Relations bei Samsung. Der 2012 erfolgte Wachstumsschub im weltweiten Smartphonemarkt werde sich durch einen intensiven Preiskampf beim Start neuer Produkte verlangsamen.

Samsung geht davon aus, dass die Nachfrage nach Smartphones in entwickelten Ländern im ersten Quartal leicht nachlässt. In der steigenden Nachfrage nach preiswerten Smartphones und Tablets in aufstrebenden Märkten sieht es aber zugleich einen Silberstreif am Horizont.

[mit Material von Steven Musil, News.com, und Jamie Yap, ZDNet.com]

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ZDNet.de Redaktion

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