Kaby Lake: Intel stellt 7. Generation der Core-Prozessoren offiziell vor

Intel hat im Vorfeld der IFA in Berlin seine siebte Core-i-Prozessorgeneration "Kaby Lake" offiziell vorgestellt. Sie soll mit höherer Leistung, Verbesserungen bei der Grafik und optimierter Energieeffizienz gegenüber dem Vorgänger "Skylake" punkten. Erste Geräte sollen bereits im September in den Handel kommen.

Intel hat heute seine 7. Generation von Core-Prozessoren vorgestellt, mit der es 4K UHD-Inhalte, 360-Grad-Videos und Virtual Reality auf PCs einem breiten Massenpublikum zugänglich machen will.

Intels Prozessoren der 7. Generation, entwickelt unter dem Codenamen Kaby Lake, bauen auf der Skylake-Architektur auf. Intel hebt in seiner Produktankündigung dabei speziell die neuen HEVC 10-bit und VP9-Decodierfähigkeiten der Kaby-Lake-Prozessoren hervor. Vor allem bei hochauflösenden 4K UHD-Inhalten sollen Anwender in den Genuss einer spürbaren Leistungssteigerung bei deutlich optimiertem Energieverbrauch kommen. Die 7. Generation präsentiert sich mit einer Leistungsaufnahme von gerade einmal 4,5 Watt – anders als die Vorgängergeneration mit 18 Watt. Die jeweils drei Modelle aus der Y- und der U-Serie (i7-7Y75, i5-7Y54, m3-7Y30, i7-7500U, i5-7200U, i3-7100U) sind für für 2-in-1-Geräte wie Ultrabooks, Mini-PCs, Detachables sowie Intels eigene NUC-Mini-PCs konzipiert.

Intel 7. Generation Core-Prozessoren (Screenshot: ZDNet.de)Intel 7. Generation Core-Prozessoren (Screenshot: ZDNet.de)

Die neue Prozessor-Familie – einschließlich Core m3, Core i5 und Core i7 – kommt mit Intel HD Graphics, Turbo Boost und Speed-Shift-Funktionen und ermöglicht eine verbesserte Foto- und Videobearbeitung, mehrere Videostreams gleichzeitig und hochauflösende Video-Chats.

Die neuen, im 14nm+-Produktionsverfahren gefertigten Chips, sollen Intel zufolge dank einer bis zu 19 Prozent höherer Web-Performance den nahtlosen Stream von 4K Ultra High-Definition-Videos erlauben. Auch grafisch anspruchsvolle Gaming-Titel wie Overwatch sollen sich mit den Core-Prozessoren der 7. Generation jederzeit und überall auf kompakten, kleinen Notebooks spielen lassen. Laut Intel lassen die neuen Prozessoren 9,5 Stunden 4K-Video-Wiedergabe zu. Das Unternehmen sieht die neue Generation als „signifikante“ Verbesserung hinsichtlich der Leistung im Vergleich zur Vorgängerversion. Details bietet auch Intels Factsheet (PDF).

Intel geht davon aus, dass OEMs schon im September erste Geräte mit der 7. Generation der Core-Prozessoren auf den Markt bringen werden. Bis zum Jahresende sollen etwa 100 verschiedene 2-in-1-Geräte und Laptops mit Intel-Core-Prozessoren der 7. Generation als innovative Designs und teils dünner als ein Smartphone verfügbar sein. Rund 350 Geräte werden ab Januar 2017 erwartet. Medion hat heute bereits das 13,3-Zoll-Notebook Akoya S3409 mit Kaby Lake angekündigt.

ANZEIGE

Memory Introspection für den Hypervisor: ein neues Sicherheitsframework für virtualisierte Umgebungen

Von den Mainframes der 1960er-Jahre bis zur gegenwärtigen cloud-orientierten Entwicklung haben sich Rechenzentren enorm gewandelt. Als Anwendungen missionskritisch wurden und Desktop-Server in professionelle Rechenzentren umgezogen wurden, nahm die Anzahl physischer Server in den Rechenzentren exponentiell zu.

Wie der Konzern mitgeteilt hat, sind die neuen Prozessoren für Intels Konzept einer grenzenlosen, immersiven Online-Erfahrung entwickelt worden, die Idee eines Internets, das ständig wachsenden Content bietet. So erwarten Kunden laut Karen Regis, Director of Mobile Platform Marketing bei Intel, immer intensivere Erlebnisse wie 4K UHD, Virtual Reality und E-Sport – zusätzlich zu qualitativ hochwertigem Video versteht sich. Um all diesen Trends gerecht werden zu können, müssen PCs entsprechend mitziehen. Der PC ist das „ideale Gerät für das immersive Internet“, so Regis, aber die Prozessorleistung muss stimmen, um diese Anforderungen zu erfüllen.

Intels neue Media Engine (Screenshot: ZDNet.de]Intels neue Media Engine (Screenshot: ZDNet.de]

[Mit Material von Charlie Osborne, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie sich mit der europäischen Technologie-Geschichte aus? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.