Intel entwickelt angeblich Augmented-Reality-Brille mit RealSense 3D

Möglicherweise handelt es sich nur um einen Prototyp. Er soll helfen, Intels Partner von der 3D-Kameratechnik zu überzeugen. Unklar ist, ob die Brille ähnlich wie Microsoft HoloLens ohne einen PC oder ein mobiles Gerät auskommt.

Intel arbeitet angeblich an einer Augmented-Reality-Brille, die die RealSense-3D-Technologie des Unternehmens nutzt. Das will das Wall Street Journal von nicht näher genannten Quellen erfahren haben. Intel wollte den Bericht zwar nicht kommentieren, es bestätigte aber, dass es regelmäßig Prototypen für neue Produkte entwickle.

Intel-Logo (Bild: Intel)„Wir müssen das vollständige Erlebnis zuerst selbst entwerfen, bevor wir das Ökosystem überzeugen können“, sagte Achin Bhowmik, Vizepräsident von Intels Perceptual Computing Group, im Gespräch mit dem WSJ.

RealSense 3D kombiniert mehrere Kameras mit 3D-Sensoren. Die Technik erlaubt es einem Computer oder Smartphone, die räumliche Tiefe sowie Handgesten und andere Bewegungen einer Person zu erfassen. Das wiederum ermöglicht eine berührungslose Steuerung von Geräten.

Der Bericht enthält jedoch keine technischen Details zu der Augmented Reality Brille. Wahrscheinlich wird sie jedoch in der Lage sein, die reale Welt um digitale Objekte zu erweitern. Ob sie, ähnlich wie Microsoft HoloLens, ohne ein zusätzliches mobiles Gerät oder einen PC auskommt, ist unklar.

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Wahrscheinlich dient die Augmented-Reality-Brille Intel nur dazu, seine Technologien seinen Partnern zu präsentieren, um diese anschließend zu verkaufen. RealSense-Kameras finden sich bisher in ausgewählten Laptops und Tablets, unter anderem von Dell.

Intel habe bisher mindestens fünf Unternehmen aus dem Bereich Augmented Reality gekauft, heißt es weiter in dem Bericht. Matt Margolis, Chief Analyst bei Wall Street Forensics, schätze, dass Intel zwischen 300 und 500 Millionen Dollar in Augmented Reality investiert habe. CEO Brian Krzanich habe das RealSense-Team zudem kürzlich gebeten, Intel beim Einstieg in neue Märkte wie Drohnen und Roboter zu helfen.

[mit Material von Jake Smith, ZDNet.com]

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