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VLC bald mit Unterstützung für AirPlay

VLC bereitet die Unterstützung von Apple AirPlay vor. Auf der CES 2019 haben die Entwickler des freien und quelloffenen Multimediaplayers angekündigt, damit die kabellose Übertragung von Videos zur Streamingbox Apple TV zu ermöglichen. Das soll nicht nur von iPhones aus möglich sein, sondern auch mit der VLC-App auf Android-Geräten.

Schon Anfang 2018 hatte VLC mit einem umfangreichen Update auch die Unterstützung von Googles Chromecast erhalten. Die AirPlay-Unterstützung könnte jetzt in rund einem Monat folgen. „Wie bei Chromecast haben wir vor, AirPlay auf jeder Plattform zu unterstützen“, erfuhr The Verge von den Open-Source-Entwicklern. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum stehe allerdings noch nicht fest. „Wir sähen es gern als Teil von VLC 4, dem nächsten größeren Release, an dem wir derzeit arbeiten.“

Während der CES in Las Vegas war VLC außerdem kurz davon, die Marke von 3 Milliarden Downloads zu knacken, und illustrierte das mit einem Downloadzähler auf dem Messestand. Obwohl die Anwendung schon länger auf Desktop-Betriebssystemen etabliert ist, sind inzwischen Mobilgeräte für ein Viertel der Downloads verantwortlich.

Der vom VideoLAN-Team entwickelte VLC Media Player spielt Videodateien und Livestreams ab. Er unterstützt zahlreiche Formate und ist auch kompatibel zu den TV-Angeboten deutscher Triple-Player wie etwa T-Home.

VLC will außerdem eine vollständigere Medienbibliothek für seine App ausbauen, um den Umstieg von iTunes zu erleichtern, kündigte gegenüber Variety Jean-Baptiste Kempf an, einer der führenden Entwickler der Anwendung. Das Ziel sei jedoch nicht, ein komplettes Mediencenter mit komplizierten Tools für die Verwaltung großer persönlicher Medienbibliotheken zu schaffen. „Wir werden nie mit Plex oder Kodi konkurrieren“, sagte er.

Auf der CES demonstrierte das VideoLAN-Team außerdem verbesserte Unterstützung für Virtual Reality mit der Möglichkeit, mit Headsets wie dem HTC Vive herkömmliche 2D-Filme in einer virtuellen Kino-Umgebung zu sehen. Wie Kempf erläuterte, gelang durch Reverse-Engineering eine native VR-Video-Unterstützung für die meisten VR-Headsets. Durch diese eigene Implementierung war nur rund 1 MByte zusätzlicher Code erforderlich – und es konnte die Belastung von VLC mit mehreren Hundert MByte vermieden werden, die sich beim Einsatz von SDKs der Headset-Hersteller ergeben hätte.

ZDNet.de Redaktion

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