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Bestätigt: Dell verkauft Teile seiner Software-Sparte an Finanzinvestoren

Dell hat große Teile seines Software-Geschäfts an die Investmentfirmen Elliot Management und San Francisco Partners verkauft. Das bestätigten die an der Transaktion beteiligten Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung, jedoch ohne einen Kaufpreis zu nennen. Reuters hatte schon im Vorfeld von einer Summe von rund 2 Milliarden Dollar berichtet.

Dell trennt sich unter anderem vom 2012 für 2,4 Milliarden Dollar übernommenen IT-Management-Spezialisten Quest Software sowie von der Security-Tochter SonicWall. Andere Bereiche wie die Cloud-Management-Technik von Boomi werden nach Informationen von Reuters hingegen bei Dell verbleiben.

Zusammen haben Quest Software und SonicWall mehr als 180.000 Kunden. Im ersten Quartal 2016 verzeichnete Dells Software Group einen stagnierenden Umsatz von 334 Millionen Dollar bei einem operativem Gewinn von 28 Millionen Dollar.

Offensichtlich geht es Dell bei dem Verkauf darum, sich von weniger gewinnträchtigen Segmenten zu trennen. Überraschend kommt dieser Schritt nicht. Schon im März hatte Denali Holding, das Mutterunternehmen des inzwischen privatisierten Technologiekonzerns, in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC vor gewissen Risiken durch die bevorstehende Übernahme des Storage-Spezialisten EMC gewarnt. Dell kündigte zugleich an, möglicherweise Unternehmensteile zu verkaufen, die nicht zum Kernbereich gehören. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurden Quest Software und SonicWall als Verkaufskandidaten gehandelt. Damals stand jedoch noch eine Summe von rund 10 Milliarden Dollar im Raum.

Im März hatte Dell schon den 2009 für 3,4 Milliarden Dollar übernommenen IT-Dienstleister Perot Systems für 3 Milliarden Dollar an die japanische NTT Data Corp verkauft, die damit Expansionspläne in Nordamerika umsetzen will. Einen Monat später brachte Dell die Sicherheitssparte SecureWorks an die Börse, was ihm über 110 Millionen Dollar einbrachte.

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Nach Abschluss ihrer Fusion werden EMC und Dell unter dem Namen Dell Technologies firmieren, wie Dell-CEO Michael Dell Anfang Mai auf der voraussichtlich letzten Hausmesse EMC World in Las Vegas ankündigte. Ähnlich wie EMC in der Vergangenheit werde man künftig als eine „Familie von Firmen mit sich ergänzenden Fähigkeiten“ auftreten. Zu dem neu formierten Unternehmen zählen außer der Marke Dell auch EMC Information Infrastructure, VMware, Pivotal, RSA und Virtustream.

Die Akquisition in Höhe von rund 67 Milliarden Dollar gilt als die größte in der IT-Geschichte. Nach Schätzungen von Branchenexperten muss Dell etwa 40 Milliarden Dollar finanzieren. Sollten die EMC-Aktionäre dem Verkauf am 19. Juli zustimmen, wird Dell über 70 Prozent an EMC besitzen. Letzteres hält wiederum eine Kontrollmehrheit an VMware und RSA Security.

Der Teilverkauf der Software-Sparte soll nun die Übernahmekasse von Dell auffüllen, aber wahrscheinlich auch eine Fokussierung auf das Kerngeschäft ermöglichen. Nach dem Kauf von EMC wird Dell voraussichtlich weitere Restrukturierungsmaßnahmen umsetzen. In einem weiteren Schritt wird es EMC nach der Fusion ebenfalls von der Börse nehmen. Dadurch könne man ohne den Druck der Anleger langfristig neue Technologien entwickeln.

[mit Material von Stephanie Condon, ZDNet.com]

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Björn Greif

Björn kam nach seinem Magisterstudium und Ausflügen in den Sportjournalismus 2006 als Volontär zu ZDNet. Im Anschluss wurde er Redakteur und hat mehr als 12.600 Nachrichten zu tagesaktuellen Themen verfasst, mit Schwerpunkt auf Business, Hardware und Mobile.

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