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Broadwell-Nachfolger Skylake: Intel macht erste High-End-Prozessoren verfügbar

Intel hat mit der Markteinführung der sechsten Generation seiner Core-i-Prozessoren begonnen. Die ersten beiden Skylake-CPUs richten sich speziell an Gamer und Overclocker. Sie haben die Modellbezeichnungen Core i7-6700K und i5-6600K, wobei die K-Variante einen frei wählbaren Multiplikator besitzt.

Das High-End-Modell Core i7-6700K hat eine Taktfrequenz von 4 GHz, die im Turbo-Modus auf 4,2 GHz ansteigt, und 8 MByte Cache. Dank Hyper-Threading verarbeitet der Vierkern-Chip bis zu 8 Threads parallel. Sein kleinerer Bruder, der Core i5-6600K, rechnet ebenfalls mit vier Kernen, sie sind aber nur bis zu 3,5 GHz schnell – im Turbo-Modus bis zu 3,9 GHz. Statt 8 verbaut Intel nur 6 MByte Cache, außerdem fehlt das Hyper-Threading.

Beide Prozessoren kommen mit Intels Grafikeinheit HD Graphics 530 und unterstützen bis zu 64 GByte DDR4-RAM. Die neue integrierte Grafiklösung soll bis zu 41 Prozent mehr Leistung bieten als ihr Vorgänger. Sie unterstützt Displays mit einer Auflösung von bis zu 4096 mal 2304 Bildpunkten sowie die Video-Codecs HEVC, VP8 und VP9. Wird das Overclocking aktiviert, erlaubt der Prozessor zudem die freie Anpassung des Bus Clock (BCLK), was eine präzisere Kontrolle über die Leistungssteigerung erlauben soll.

Intel verkauft den Core i7-6700K für 350 Dollar. Für den Core i6-6600K verlangt es 243 Dollar. Hierzulande sind die Chips ab etwa 360 beziehungsweise 250 Euro zu haben. Mit der neuen Generation führt Intel auch den Prozessorsockel 1151 sowie die Series-100-Chipsätze ein.

Neue Motherboards für die Skylake-Generation kündigte Intel zudem von Asrock, Asus, EVGA, Gigabyte, MSI und Supermicro an. Zudem statten OEMs wie Alienware, Acer, Alternate, Asus und HP ihre Rechner ab sofort mit den neuen Prozessoren aus.

Im Februar war bekannt geworden, dass Intel die Auslieferung der Skylake-Prozessoren für Desktops erst im August beginnt, statt wie bis dahin vermutet noch im zweiten Quartal. Der spätere Termin hatte zumindest laut Quellen aus der Lieferkette keine technischen Ursachen – Intel wollte angeblich vor allem eine Überlappung mit den vorhergehenden Plattformen Haswell und Broadwell vermeiden.

[mit Material von Sean Portnoy, ZDNet.com]

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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