Xiaomi stellt iPhone-ähnliches Mi 4 und Fitnessband Mi Band vor

Xiaomi hat mit dem Mi 4 ein neues Smartphone vorgestellt, das optisch an Apples iPhone erinnert – vor allem in seiner weißen Version. Das LTE-fähige Gerät läuft aber unter Android, das der chinesische Hersteller um seine Oberfläche MIUI ergänzt hat. Parallel wurde das Fitnessband Mi Band gezeigt, das zugleich als Token fürs Entsperren des Smartphones dienen kann.

Anders als Gerüchte vorab behaupteten, verfügt das Mi 4 nur über ein 5-Zoll-Display mit 1920 mal 1080 Bildpunkten. Als Prozessor ist ein Snapdragon 801 von Qualcomm mit vier Kernen bei 2,5 GHz verbaut. Der Hauptspeicher ist 3 GByte groß, für Betriebssystem, Apps und Daten stehen 16 oder 64 GByte zur Verfügung.

Xiaomi betont zudem die große Kapazität des Akkus, für den es 3080 mAh angibt. In einer Stunde soll er sich auf 60 Prozent laden lassen, wenn er völlig entleert wurde.

Das Gerät startet in China für 1999 Yuan (239 Euro) in der 16-GByte-Version; mit 64 GByte kostet es dort 2499 Yuan (299 Euro). Das als Zubehör angebotene Fitnessband wird nur 79 Yuan kosten – das sind 9,44 Euro.

Auch Hongkong und Taiwan sowie später wahrscheinlich Indien, Malaysia und Singapur will Xiaomi mit dem Gerät beliefern. Ein Vertrieb in Westeuropa ist nicht geplant, Interessenten müssen also in Fernost bestellen. Als Alternativen für eine Order in China bieten sich etwa die Modelle Oppo Find 7 und OnePlus One an.

Lei Jun von Xiaomi entsperrt mit dem Mi Band das Mi 4 (Bild: News.com).

Um das Xiaomi-Smartphone mit dem Armband zu entsperren, muss man es nur in die Hand nehmen, um die man das Mi Band trägt. Das Fitnessband zeichnet zudem die üblichen Sport- und Bewegungsdaten auf und lässt sich als unauffälliger Wecker einsetzen. Überzeugend ist vor allem die angegebene Akkulaufzeit von 30 Tagen.

Dass Xiaomi sich beim Design von Apple inspirieren lässt, ist übrigens nicht ungewöhnlich. Sein Tablet Mi Pad wirkte wie eine Kopie des iPad Mini, der jemand ein farbiges Gehäuse im Stil des iPhone 5C übergestülpt hatte.

[mit Material von Aloysius Low, News.com]

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Florian Kalenda

Seit dem Palm Vx mit Klapp-Tastatur war Florian mit keinem elektronischen Gerät mehr vollkommen zufrieden. Er nutzt derzeit privat Android, Blackberry, iOS, Ubuntu und Windows 7. Die Themen Internetpolitik und China interessieren ihn besonders.

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