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Apprentice Bard: Google testet hauseigene Alternative zu ChatGPT

Google arbeitet an einem KI-Chatbot namens Apprentice Bard, der laut einem Bericht von CNBC als Konkurrenzprodukt zu OpenAIs ChatGPT entwickelt wird. Bei der Vorstellung der Bilanz für das vierte Quartal kündigte Google-CEO Sundar Pichai zudem an, Google werde seine eigenen AI-Sprachmodell-Tools „in den kommenden Wochen und Monaten“ der Öffentlichkeit zugänglich machen.

ChatGPT verwendet ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Sprachmodell, das mit riesigen Datenmengen im Internet trainiert wurde. Das AI-Modell nutzt zudem eine Transformator genannte Technik, bei der Google Pionierarbeit geleistet hat. ChatGPT soll in der Lage sein, Software zu schreiben, Prüfungen zu bestehen oder Ratschläge zu erteilen – allerdings mit zum Teil missverständlichen Ergebnissen.

Frage-und-Antwort-Format soll Suchergebnisse erweitern

Googles Apprentice Bard soll dem Bericht zufolge ähnliche Funktionen wie ChatGPT bieten, aber auch ein Frage-und-Antwort-Format unterstützen, dass Sucherergebnisse von Google liefern kann. Laut einer Aussage von Jeff Dean, Leiter der Forschungsabteilung von Google, soll das Unternehmen bei der Entwicklung von Apprentice Bard einen konservativen Ansatz verfolgen, um zu vermeiden, dass „schlechte“ Antworten allgemein dem Ruf von künstlicher Intelligenz schaden.

Google wollte den Bericht von CNBC nicht kommentieren. Eine Sprecherin sagte lediglich: „Wir konzentrieren uns seit langem auf die Entwicklung und den Einsatz von KI, um das Leben der Menschen zu verbessern. Wir testen unsere KI-Technologie weiterhin intern, um sicherzustellen, dass sie hilfreich und sicher ist, und wir freuen uns darauf, bald mehr Erfahrungen extern zu teilen.“

Künstliche Intelligenz wird bereits vielfältig eingesetzt, für die Übersetzung von Sprache und Texten bis hin zur Erkennung von Kreditkartenbetrug. Laut einem Bericht der New York Times soll ChatGPT bei Google einen „Code Red“-Notfall ausgelöst haben. Als Folge würden nun die Unternehmensgründer Larry Page und Sergey Brin in die aktive Arbeit einbezogen.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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