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Datenaustausch zwischen Online-Diensten: Apple tritt Data Transfer Project bei

Apple hat sich dem Data Transfer Project (DTP) angeschlossen. Die 2018 gegründete Initiative will eine Open-Source-Plattform entwickeln, die eine Datenübertragung zwischen Online-Diensten unterschiedlicher Anbieter ermöglicht. Das soll Nutzer in die Lage versetzen, ihre Daten bei einem Wechsel des Providers ohne großen Aufwand umzuziehen.

„Die Unterstützer des Data Transfer Project glauben, dass Portabilität und Interoperabilität für Innovationen von zentraler Bedeutung sind. Die Erleichterung der Auswahl zwischen den Diensten erleichtert den Wettbewerb, befähigt den Einzelnen, neue Dienste auszuprobieren, und ermöglicht es ihm, das Angebot zu wählen, das seinen Bedürfnissen am besten entspricht“, heißt es dazu auf der Website des Projekts.

Zu den Beitragenden gehören nun neben Apple auch Facebook, Google, Microsoft und Twitter. Sie haben zusammen mit Partnern und der Open-Source-Community mehr als 42.000 Zeilen Code zu dem Projekt beigetragen und mehr als 1500 Dateien bearbeitet. Unter anderem wurden Funktionen wie Cloud-Logging und Monitoring zum Framework hinzugefügt, damit die Firmen, die neue Funktionen entwickeln, die Plattform im produktiven Einsatz testen können.

Konkret will das DTP vorhandene Programmierschnittstellen von Online-Diensten integrieren, um Daten dann in einem gemeinsamen Format auszutauschen. So ist es mit derzeit schon möglich, Fotos von Google Photos auf Smugmug umzuziehen – oder auch umgekehrt. Zudem wurden bereits APIs von Deezer, Mastodon und Solid integriert.

Derzeit befindet sich Projekt jedoch noch in einer frühen Entwicklungsphase. Fortschritte lassen sich auf GitHub verfolgen. Zudem ist es möglich, die Plattform über Docker und Code zu testen. In der Anleitung auf der Website des Projekts wird darauf hingewiesen, dass Tester dafür die API-Schlüssel der Dienste benötigen, werden Daten sie übertragen wollen.

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Stefan Beiersmann @beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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