MariaDB Corporation erhält frisches Kapital und neue Führungsriege

Die aus dem Open-Source-Projekt MariaDB hervorgegangene MariaDB Corporation (ehemals SkySQL) hat 9 Millionen Dollar Eigenkapitalfinanzierung erhalten. Das Geld soll in die Ausweitung des Vertriebs und der technischen Entwicklung von Enterprise-Produkten auf Basis der quelloffenen relationalen Datenbank fließen.

Zusammen mit der jüngsten Investition hat das finnische Unternehmen, das nach eigenen Angaben neun Millionen Nutzer zählt, insgesamt 40 Millionen Dollar eingesammelt. An der letzten Finanzierungsrunde beteiligten sich unter anderem Intel Capital und California Technology Ventures, wie die MariaDB Corporation mitteilt.

Parallel gibt das Unternehmen die rückwirkend zum 1. Januar geltende Neubesetzung der Posten des CEO und CTO durch Michael Howard und Michael „Monty“ Widenius bekannt. Die Position des Chief Executive Officer war nach dem Weggang von Patrick Sallner etwa zwei Monate vakant gewesen.

Howard bringt mehrere Jahrzehnte Erfahrung in der IT-Branche mit. Zuletzt war er CEO des Predictive-Analytics-Spezialisten C9, der Ende Mai 2015 von IsideSales übernommen worden war. Davor arbeitete Howard als Marketingchef bei Greenplum (jetzt Pivotal), der Big-Data-Sparte von EMC, sowie als CEO bei Ingrian Networks und Outerbay. Bei Veritas und Oracle verantwortete er zudem als Vice President die Bereiche Internet beziehungsweise Data Warehousing.

Der neue Chief Technology Officer der MariaDB Corporation, Monty Widenius, gilt als Schöpfer von MySQL und dessen Ableger MariaDB. Er war bisher Vorstandsmitglied der MariaDB Corporation sowie der Non-Profit-Organisation MariaDB Foundation. Letztere engagiert sich für den Fortbestand und eine offene Zusammenarbeit innerhalb des MariaDB-Ökosystems.

„MariaDBs Erfolg als Open-Source-Technik geht Hand in Hand mit ihrer zunehmenden kommerziellen Verbreitung. Als Teil des MariaDB-Teams werde ich in der Lage sein, innovative Datenverwaltungsfunktionen schneller zu entwickeln und sicherzustellen, dass diese durch die weiterhin enge Zusammenarbeit mit der MariaDB Foundation für die weltweite Entwickler-Community frei zugänglich sind“, sagte Widenius.

HIGHLIGHT

Produktiver arbeiten mit Unified Communications & Collaboration

Mit Unified Communications & Collaborations können Unternehmen die Produktivität der Anwender steigern, die Effizienz der IT verbessern und gleichzeitig Kosten sparen. Damit die unbestrittenen Vorteile einer UCC-Lösung sich in der Praxis voll entfalten können, müssen Unternehmen bei der Implementierung die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur überprüfen.

MariaDB ist der von der Community weiterentwickelte Zweig von Oracles Open-Source-Datenbank MySQL. Ursprünglich war MySQL für eine Milliarde Dollar von Sun Microsystems gekauft worden, ehe dieses wiederum 2010 für 7,4 Milliarden Dollar von Oracle übernommen wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatten einige der Schöpfer der Datenbank das Projekt bereits verlassen, um MariaDB zu entwickeln. Im Oktober 2014 benannte sich schließlich der kommerzielle Arm SkySQL in MariaDB Corporation um.

MariaDB liefert eine relationale Datenbank für SaaS, Cloud- und Unternehmensanwendungen, die Hochverfügbarkeit, Skalierbarkeit und hohe Leistung erfordern. Als Alternative zu MySQL ist sie heute als Standarddatenbank in den Linux-Distributionen von Red Hat und SUSE sowie in Cloud-Stacks von Cloud Foundry oder Rackspace enthalten. Darüber hinaus kommt sie etwa bei Wikipedia, Booking.com oder 1&1 Internet zum Einsatz.

[mit Material von Steve Ranger, ZDNet.com, und Martin Schindler, silicon.de]

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Björn Greif

Björn kam nach seinem Magisterstudium und Ausflügen in den Sportjournalismus 2006 als Volontär zu ZDNet. Im Anschluss wurde er Redakteur und hat mehr als 12.600 Nachrichten zu tagesaktuellen Themen verfasst, mit Schwerpunkt auf Business, Hardware und Mobile.

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