Twitter und Deutsche Telekom kündigen strategische Partnerschaft an

Twitter und die Deutsche Telekom haben ein Kooperationsabkommen geschlossen. Als erstes Ergebnis der strategischen Zusammenarbeit sollen Kunden des Bonner Konzerns ein Widget erhalten, das sie auf dem Homescreen ihres Smartphones über aktuelle Twitter-Nachrichten informiert. Anfänglich ist dieses Angebot auf ausgewählte Geräte mit Googles Mobilbetriebssystem Android beschränkt.

In einem ersten Schritt will die Telekom das Widget ab Anfang 2014 auf von ihr vertriebenen Smartphones vorinstallieren. „Kunden erhalten über den Homescreen ihres Smartphones einen direkten Blick auf das aktuelle Geschehen – sei es in Politik, Wirtschaft, Sport oder in der Welt der Prominenten“, verspricht das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

„Twitter zeigt, wie lebendig die Kommunikation in 140 Zeichen ist“, kommentiert René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Telekom. „Das erleben wir täglich im Dialog mit unseren Kunden, zum Beispiel beim Kundenservice. Durch die Zusammenarbeit mit Twitter können wir künftig noch mehr Menschen besser erreichen.“

Durch die Kooperation wird die Telekom nach eigenen Angaben auch in den Bereichen Marketing, Advertising und Kundenservice zu einem „bevorzugten Partner“ von Twitter. Die Vereinbarung gilt anfänglich nur für Deutschland, die Niederlande, Griechenland, Rumänien und Kroatien.

Für Twitter gehe es bei der Zusammenarbeit in erster Linie darum, neue Nutzer zu gewinnen, erklärte gegenüber Computerworld Paolo Pescatore, Direktor der Marktforschungsfirma CCS Insight. Die Deutsche Telekom wolle ihren Kunden beim Kauf eines Geräts einen Mehrwert bieten sowie einen Ausgleich dafür schaffen, dass immer mehr Nutzer über internetbasierte Dienste kommunizierten, statt SMS zu verschicken oder Anrufe zu tätigen.

Pescatore glaubt dem Bericht zufolge jedoch nicht, dass es Twitter gelingen wird, durch eine Zusammenarbeit mit Mobilfunkanbietern seine Mitgliederzahl zu erhöhen. Die meisten Nutzer würden wahrscheinlich einfach weiterhin auf ihre vorhandenen Apps zugreifen. Auch Facebook sei mit diesem Versuch gescheitert. Als Beispiel nennt der Marktforscher das „Facebook-HandyHTC First, das kein Erfolg gewesen sei.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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