Vier Datenbanken auf dem Prüfstand

Datenbanken gehören zu einer nicht gerade einfachen und verständlichen Produktkategorie. Das gesamte Wissen eines Unternehmens und der Zugang zu diesem Wissen werden durch diese höchst leistungsfähigen Werkzeuge bestimmt. Viele der großen Anbieter bieten auch kostenlose oder „Light“-Versionen ihrer Datenbanken an.

Aufgrund der großen Unterschiede bei Datenbanken gilt es zunächst einmal einen Kontext für deren Nutzung festzulegen. Das im Test verwendete Beispielszenario ist eine Datenbanklösung für ein relativ kleines E-Commerce-Unternehmen mit weniger als 200 Mitarbeitern. Das Unternehmen vertreibt DVDs und Bücher über das Internet an einen Kundenstamm von anfangs 1000 Kunden. Das Onlineangebot umfasst 50.000 Artikel.

Wie alle Unternehmen plant auch dieses eine zukünftige Expansion. Der Kundenstamm soll auf mehrere Hunderttausende anwachsen und das Online-Angebot auf mehrere Millionen Artikel ausgeweitet werden. Die Datenbank soll den Bestand und die Kundenliste verwalten und muss sich nahtlos in das Buchhaltungssystem für Rechnungswesen und Einkauf integrieren.

Anfangs soll die Datenbank effizient auf einem Dual-Prozessor oder 4-Wege-Server laufen. Sie muss jedoch auch skalierbar sein, um bei Bedarf innerhalb einer kleinen Serverfarm eingesetzt zu werden. Lösungen, die nur durch sehr kostspielige Multi-Prozessor-Server über das 4-Wege-Modell hinaus skalierbar sind, werden nicht in Betracht gezogen. Getestet wurden die Datenbanken auf einem Dell Poweredge 6600 mit Quad-Xeon-Prozessoren und 4 GByte Speicher.

Die anfänglichen Kosten für den Server und die Datenbanksoftware sind sicherlich ein wichtiges Kriterium. Das Unternehmen wird daher eine Software bevorzugen, die in Bezug auf zusätzliche Hardware skalierbar ist oder über einen einfachen Migrationspfad zu leistungsstärkeren Unternehmensversionen verfügt.

Selbstverständlich müssen auch Konfigurierungs- und Administrationsaufgaben einfach durchzuführen sein. Das Personal muss schnell und einfach die Daten eingeben und aktualisieren können und auch ein wenig erfahrener Administrator soll ohne Probleme kleinere Änderungen an der Datenbank durchführen können.

In Betracht kommen deshalb Datenbanken der Einsteigerklasse einer Handvoll von Anbietern wie Oracle, Microsoft, IBM und MySQL. Zwar spielt das Produkt von MySQL eigentlich in einer anderen Liga, da hiervon keine Light-Versionen angeboten werden. Es wurde jedoch im Test berücksichtigt, weil es kostenlos erhältlich ist. Andererseits konnten andere bekannte Datenbankprodukte wie zum Beispiel Sybase oder PostgreSQL nicht berücksichtigt werden.

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ZDNet.de Redaktion

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