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Investition in die Zukunft: Drahtlose Netzwerke

Bei solch weitreichenden WMANs ist die Auswahl der Hardware besonders wichtig. Dreh- und Angelpunkt sind externe Antennen, welche in exponierter Lage arretiert sein müssen. Einer genauen Planung sollten auch physikalische Kenntnisse zugrunde liegen, welche die Ausbreitung von Radiowellen definiert. Richtantennen senden ihr Signal mit relativ hoher Reichweite in eine Richtung, decken aber nur eine kleine Fläche ab. Omnidirektionale Strahler verbreiten die Funkwellen gleichmäßiger, allerdings nimmt die Signalstärke proportional zum Quadrat der Entfernung ab. Doch auch andere Einflüsse wie natürliche Hindernisse beeinflussen die Leistung des Funknetzwerkes stark: Das sogenannte Shadow-Fading, dass beim Auftreffen der Funkwellen an Wänden auftritt, macht die Kommunikation im Funkschattenbereich solcher Hindernisse aufgrund der geringen Sendeleistung nahezu unmöglich. Ein anderes Problem ist der Multipath-Effekt, bei dem ein Signal durch Reflexionen über mehrere Wege den Empfänger erreicht, und aufgrund der zeitlichen Signalverschiebung zu Störungen führt. Im Mobilfunk ist das Problem nahezu jedem Teilnehmer durch echoartige Verzerrungen des Gesprächs bekannt. Auch Multiple Access am selben Netzwerk mit unterschiedlichen Signalen kann zu Interferenzen führen.

Bekannte Störungen

Ein häufig verbreiteter Fall ist die Co-Channel Interferenz, die durch unterschiedliche Netzwerke auf dem gleichen Frequenzband hervorgerufen wird. Das daraus resultierende Hidden-Node-Problem unterbindet die Kommunikation eines Teilnehmers, der sich im Einflussbereich von zwei starken Sendern befindet. Ähnlich wie beim verdrahteten Netzwerk lauscht der Node vor dem Senden, ob er seine Informationen auf die Reise schicken kann. Das Media Access Protocol (MAP) kann jetzt jedoch seine Aufgabe nicht mehr erfüllen. Da kein eindeutiger Bezugspunkt unter den konkurrierenden Sendern festgelegt werden kann, geht das Signal ins Leere. Mittlerweile versucht man, dem Problem mit der Einbindung von Verfahren wie RTS/CTS sowie anschließendem ACK beizukommen, was jedoch nicht unerhebliche Einbußen in Bandbreite und Übertragungszeit bedeutet. Für Videostreaming ist diese Methode daher nicht geeignet.


Durch die gleichzeitige Überlagerung der Signale von A und C wird Station B zu einem Hidden Note.

Fazit

Drahtlose Netzwerke sind in der Zukunft aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Um eine Firma, deren Mitarbeiter und Kunden sicher an dieser Technologie teilhaben zu lassen, ist eine exakte Planung notwendig. Insbesondere wenn hochsensible Daten über Funkwellen übertragen werden sollen, kann keine Standardlösung, sondern nur ein maßgeschneidertes Konzept empfohlen werden. Allerdings wird hier definitiv in die Zukunft investiert.

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ZDNet.de Redaktion

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