Vodafone mit neuem Rekordverlust

Wegen Abschreibungen auf Firmenbeteiligungen hat der weltgrößte Mobilfunkkonzern Vodafone das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Rekordverlust abgeschlossen. Vor Steuern belief sich das Minus auf 13,54 Milliarden Pfund (21,4 Milliarden Euro), wie Vodafone in London mitteilte.

Im Vorjahr hatte der Vorsteuerverlust nach Abschreibungen und Sonderfaktoren acht Milliarden Pfund betragen. Im eigentlichen Mobilfunkgeschäft legte Vodafone aber kräftig zu: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 44 Prozent auf 10,1 Milliarden Pfund. Grund für den Rekordverlust waren die höchsten Abschreibungen und Wertberichtigungen eines Unternehmens in der britischen Wirtschaftsgeschichte.

Diese beliefen sich auf insgesamt 19,7 Milliarden Pfund. Vor Steuern erzielte das britische Unternehmen vor Sonderfaktoren einen Gewinn von 6,2 Milliarden Pfund. Dies waren 54 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Abschreibungen sind das Eingeständnis, dass Vodafone für die Übernahme von Mannesmann in Deutschland und das US-Mobilfunkunternehmen Airtouch sowie weitere Beteiligungen rund um den Globus überhöhte Preise gezahlt hat.

Vodafone hatte nach einer mehrmonatigen Übernahmeschlacht Anfang 2000 allein für Mannesmann rund 179 Milliarden Euro ausgegeben. Die Märkte hatten bereits mit dem Rekordverlust gerechnet. Anfang des Monats war die Vodafone-Aktie auf ein Vierjahrestief von 92,5 Pence gefallen und damit auf nur noch ein Viertel des Höchststandes von 399 Pence vor zwei Jahren. Am Morgen stieg die Aktie wegen des guten Verlaufs im operativen Geschäft nun wieder um 6,7 Prozent auf 112 Pence.

Kontakt:
D2 Vodafone-Hotline, 0800/1721212

ZDNet.de Redaktion

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