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Cloudflare: DNS-basierte DDoS-Angriffe steigen im ersten Quartal um 80 Prozent

Cloudflare hat seinen DDoS Report für das erste Quartal 2024 veröffentlicht. Im Jahresvergleich steigt die Zahl der DNS-basierten DDoS-Angriffe um 80 Prozent. Damit bleiben sie der wichtigste Angriffsvektor in Cloudflares DDoS-Statistik.

Insgesamt entschärfte das Unternehmen mit seinen automatischen Verteidigungssystemen im ersten Quartal 4,5 Millionen DDoS-Angriffe. Das entspricht einem Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum sowie 32 Prozent aller DDoS-Angriffe, die im Jahr 2023 von Cloudflare abgewehrt wurden. „Das Jahr 2024 begann mit einem Paukenschlag“, kommentierte Cloudflare.

Die Zahl alles abgewehrten HTTP-DDoS-Angriffe im ersten Quartal bezifferte Cloudflare auf 10,5 Billionen. Der bekämpfte DDoS-Angriffs-Traffic auf Netzwerkschicht kletterte indes auf mehr als 59 Petabyte. „Unter diesen DDoS-Angriffen auf der Netzwerkebene überschritten viele die Rate von 1 Terabit pro Sekunde und zwar fast wöchentlich. Der bisher größte von uns im Jahr 2024 abgewehrte Angriff ging von einer Variante des Mirai-Botnetzes aus. Dieser Angriff erreichte 2 TBit/s und richtete sich gegen einen asiatischen Hosting-Provider“, ergänzte Cloudflare.

Die Marketing- und Werbebranche war im ersten Quartal 2024 die am häufigsten von HTTP-DDoS-Angriffen betroffene Branche in Nordamerika. In Afrika und Europa wurde die Branche Informationstechnologie und Internet am häufigsten angegriffen. Im Nahen Osten war die am meisten angegriffene Branche die Softwarebranche. In Asien wurde die Glücksspielbranche am häufigsten angegriffen. In Südamerika war es der Bereich Banken, Finanzdienstleistungen und Versicherungen (BFSI). Die wichtigsten Ursprungsländer waren die USA (20 Prozent), China (7,7 Prozent), Deutschland (6,5 Prozent) und Indonesien (6,1 Prozent).

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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