B2B E-Commerce-Transformation: Durch 4 kritische Fragen den richtigen Partner finden

Beim Thema E-Commerce hinken viele B2B-Anbieter deutlich hinterher, vergleicht man sie etwa mit Konsumgüterherstellern. Doch der Innovationsdruck steigt auch bei ihnen merklich an, nicht erst seit Corona. Denn Unternehmenseinkäufer wollen heute ein komfortables, individualisiertes Einkaufserlebnis, wie sie es als Privatleute von Amazon und Co. kennen. Viele B2B-Hersteller sehen sich hier vor großen Herausforderungen. Sie arbeiten häufig noch mit einer Vielzahl veralteter Systeme, die nicht integriert sind. Das verhindert eine ganzheitliche Kundensicht und damit eine individualisierte Customer-Experience. Im B2B sind zudem Produkte und Einkaufsprozesse individueller und komplexer, personalisierte Produktempfehlungen schwieriger und vieles weitere.

Digitale Transformation als Reise
All diese Probleme lassen sich heute schnell, einfach und kosteneffizient lösen. Der erste Schritt dabei sollte sein, sehr sorgfältig den passenden E-Commerce-Implementierungspartner auszuwählen. Einen, der die spezifischen B2B-Herausforderungen der jeweiligen Branche kennt und der die bestehenden Systeme mit umfassender Multicloud-Expertise integrieren kann. Nicht zuletzt sollte der Partner als ganzheitlicher Begleiter durch die Transformation bereitstehen – denn die Reise ist nach der Implementierung nicht zu Ende.

Vier Fragen an den Implementierungsanbieter
Es ist möglich, den geeigneten Reisebegleiter zu erkennen. Dabei helfen vier einfach nachprüfbare Kriterien.

Wie steht es um die Glaubwürdigkeit?

Welche Auszeichnungen und andere Anerkennungen hat der Implementierer für B2B-E-Commerce-Projekte vorzuweisen? Welche Zertifizierungen haben Lösungsanbieter wie etwa Salesforce ihm verliehen? Ein weiterer wichtiger Glaubwürdigkeitsfaktor: Wie viele vom Lösungsanbieter zertifizierte Experten sind im Team und wie lang und tief ist die Erfahrung mit globalen E-Commerce-Projekten? Zudem sollten die Expertisen bei branchen- und länderspezifischen Lösungen zum eigenen Bedarf passen.

Ist Multi-Cloud-Expertise nachweisbar?

Die Fähigkeit, online und offline zu verbinden, um eine 360° Kundensicht zu schaffen, ist fundamental wichtig. Eine kleine Checkliste: Wie sind die Kompetenzen bei den Themen Künstliche Intelligenz (AI), Service, Marketing, Community, Commerce, Sales, Online-Shop-Management, mobile-first Native Apps, POS, Zahlungsarten, OMS und PIM? Vorsicht ist geboten, wenn der potenzielle Partner die Bedeutung eines Multi-Cloud-Ansatzes herunterspielt oder die Notwendigkeit einer 360° Kundensicht anzweifelt. Denn die Potenziale künftiger Channel-Erweiterungen könnten durch dahingehende Limitierungen stark beeinträchtigt sein.

Wie tief ist die Erfahrung?

Tiefgehende Erfahrung heißt schnellere Implementierung und dies wiederum früherer Markteintritt. Bei der Wahl des Partners sollte man sich deshalb die Timelines einiger neuerer Projekte zeigen lassen. Schnell zu sein, behaupten viele – wer kann es nachweisen? Zudem sollte immer ein Partner bevorzugt werden, der über eigene Konnektoren verfügt, um Probleme zu lösen. Denn die direkte Integration ohne Middleware ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Auch sollte sichergestellt sein, dass der Anbieter auf denjenigen E-Commerce-Bereich spezialisiert ist, der für das geplante Transformationsprojekt am wichtigsten ist.

Ist eine Langzeit-Partnerschaft möglich?

Viele Anbieter konzentrieren ihr Geschäft auf die Implementierung und zeigen wenig Interesse an einer umfassenden, dauerhaften Begleitung. Besser ist ein ganzheitlicher Partner, der auch in schwierigen Phasen zur Seite steht und vorausschauend künftiges Wachstum begleitet. Durch Zusatzleistungen wie Wartungsservice oder schnelle Upgrade-Implementierung für alle neuen Releases ist gewährleistet, dass B2B-E-Commerce-Lösungen dauerhaft optimale Performance liefern.

Fazit

Mit einer B2B-E-Commerce-Lösung zentralisieren B2B-Anbieter ihre Daten. Das ist die Basis für intelligente Marktanalysen und neue Wachstumsstrategien, für individualisierte Customer-Experiences und optimierten Service. Ob während oder nach der Pandemie: Mit den fortgeschrittenen Analysemöglichkeiten einer Omnichannel-B2B-E-Commerce-Lösung verstehen Hersteller ihre Kunden besser und machen ihr Unternehmen zukunftssicher. Doch wer diese Reise antritt, sollte zuvor sehr sorgfältig prüfen, ob ein Implementierungspartner wirklich alles hat, was unterwegs gebraucht wird. Vier kritische Fragen können da sehr helfen.

Maria Jose Carrasco

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