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10 Milliarden Dollar: Microsoft erhält Cloud-Auftrag des US-Verteidigungsministeriums

Microsoft hat sich im Wettstreit um einen Cloud-Großauftrag des US-Verteidigungsministeriums gegen Amazon durchgesetzt. Der Softwarekonzern erhielt die Zusage für den Aufbau der Joint Enterprise Defense Infrastructure (JEDI). Das Department of Defense lässt sich die Umsetzung seiner neuen Cloud-Strategie 10 Milliarden Dollar kosten.

Im Verlauf des Ausschreibungsverfahrens galt für viele Beobachter Amazon als der Favorit. Nachdem sich Google bereits im vergangenen Jahr und Oracle und IBM im Verlauf dieses Jahres zurückgezogen hatten, sollte die Entscheidung zwischen Amazon und Microsoft fallen. Im August setzte das Pentagon die Ausschreibung vorübergehend aus, nachdem sich US-Präsident Trump über mögliche Interessenkonflikte beschwert hatte. Die Bedenken richteten sich gegen Amazon-CEO Jeff Bezos, Eigentümer der Trump-kritischen Tageszeitung Washington Post.

Ziel von JEDI ist es, veraltete Systeme durch neue Clouddienste zu ersetzen. Nach Auskunft der US-Regierung stattet JEDI das Ministerium und alle Missions-Partner für alle Aufgaben und Missionen des Ministeriums mit Enterprise-Level IaaS (Infrastructure as a Service) und PaaS (Platform as a Service) aus“.

„Heute hat das Verteidigungsministerium mit der Vergabe eines Enterprise General-Purpose Cloud-Vertrags an Microsoft einen weiteren Schritt in der Umsetzung seiner Cloud-Strategie getan. Damit wird unsere Strategie einer Multi-Vendor- und Multi-Cloud-Umgebung fortgesetzt, da die Anforderungen des Ministeriums vielfältig sind und nicht von einem einzigen Anbieter erfüllt werden können“, teilte des Department of Defense mit. Der Vertrag erfülle die Anforderungen der Kriegsführung an eine moderne Infrastruktur für alle drei Waffengattungen.

Die Abwicklung des Auftrags und somit auch das Auftragsvolumen ist erfolgsabhängig. Die Gesamtlaufzeit, über die das Gesamtvolumen von 10 Milliarden Dollar erfüllt werden soll, beträgt zehn Jahre. Das Ministerium erwartet, dass sich die Ausgaben während der Basislaufzeit von zwei Jahren auf 210 Millionen Dollar summieren werden. „Das Ministerium wird die Vertragserfüllung vor der Ausübung von Optionen rigoros überprüfen“, heißt es weiter in der Pressemeldung.

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Stefan Beiersmann @beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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