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Amazon: Cloud-Geschäft wächst um 41 Prozent

Die Cloudsparte AWS hat im ersten Quartal 2019 erneut für einen erheblichen Teil von Amazons Gewinn gesorgt. Obwohl die Amazon Web Services nur für 13 Prozent der Umsätze sorgten, steuerten sie fast die Hälfte zum Gewinn bei.

Der Nettogewinn von Amazon belief sich auf 3,6 Milliarden Dollar oder 7,09 Dollar je Aktie. Er fiel damit besser aus als erwartet und übertraf bei Weitem das Ergebnis des ersten Quartals 2018, das sich auf 1,6 Milliarden Dollar Gewinn oder 3,27 Dollar je Aktie belief. Der Nettoumsatz steigerte sich im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 59,7 Milliarden Dollar. Die Analysten hatten einen Gewinn von 4,72 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 59,65 Milliarden Dollar erwartet. Im zweiten Quartal erhofft Amazon einen Umsatz zwischen 59,5 und 63,5 Milliarden Dollar.

Amazon Nordamerika sorgte im ersten Quartal mit einem Zuwachs von 17 Prozent für einen Umsatz von 35,8 Milliarden Dollar sowie einen Betriebsgewinn von 2,3 Milliarden Dollar. Das internationale Geschäft wies einen Umsatz von 16,2 Milliarden Dollar und einen Verlust von 90 Millionen Dollar aus. Werbung erwies sich als weitere schnellwachsende Einnahmequelle für Amazon. Sie sorgte vorrangig für den Zuwachs der Kategorie „Andere Umsätze“ um 34 Prozent.

AWS allein aber brachte 7,7 Milliarden Dollar an Umsatz bei und schaffte damit ein Wachstum von 41 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraums des Vorjahrs. Amazons Finanzchef Brian Olsavsky nannte einen auf das Jahr hochgerechneten AWS-Umsatz von mehr als 30 Milliarden Dollar. Es verwies auf neu hinzugewonne Kunden im abgelaufenen Quartal, zu denen Volkswagen, Ford, Lyft und Gogo zählten. Darüber hinaus halte der Schwung bei Enterprise-Migrationen an: „Die Leute verlagern ihre Workloads mit zunehmendem Tempo zu AWS.“

Pat Moorhead, Chefanalyst von Moor Insights & Strategy, stellte den von AWS gegenüber dem Vorjahr erzielten Umsatzzuwachs von 2,25 Milliarden Dollar heraus. „Es sieht nicht danach aus, dass der AWS-Zug bald einen Halt einlegen wird“, sagte er gegenüber ZDNet.com. Die Steigerung zeuge von einem wachsenden Markt, aber auch von der anhaltenden Wettbewerbsfähigkeit, die AWS mit kostensparenden Features, einer Vielzahl von Optionen und einem Vorsprung in wichtigen Feldern des maschinellen Lernens erziele.

Dennoch liegt Microsoft beim Cloud-Umsatz vor Amazon. Microsoft erzielte das größte Wachstum im Cloudgeschäft, das es in seinem dritten Fiskalquartal (Januar bis März 2019) um 22 Prozent auf 9,65 Milliarden Dollar verbesserte. Betrachtet man einzelne Produkte, erzielte Azure mit 73 Prozent das größte Wachstum, gefolgt von Dynamics 365 mit 43 Prozent und Office 365 Commercial mit 30 Prozent. Im laufenden vierten Fiskalquartal soll Microsofts Cloudsparte gemessen am Umsatz zum zweitgrößten Geschäftsbereich aufsteigen.

Bernd Kling

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