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Aktualisierter Opera Mini für Android führt erweiterte Datenkompression ein

Opera hat seinen Mini-Browser für Android aktualisiert. Das Update führt einen zusätzlichen Modus für die Datenkompression ein. Nutzer können nun zwischen den Stufen „hoch“ und „extrem“ umschalten. Zuvor stand nur letztere Einstellung zur Verfügung. Die neue Option soll weiterhin für eine Dateneinsparung sorgen, ohne jedoch die Darstellung von Webseiten negativ zu beeinflussen.

Ursprünglich war die extreme Datenkompression des Opera-Mini-Browsers hauptsächlich für Besitzer von Low-End-Telefonen und Gebiete mit schlechter Netzabdeckung gedacht. Die hohe Kompressionsstufe ist hingegen für LTE-, UMTS- und WLAN-Netze optimiert. „Mit der Verbreitung besserer Smartphones und besserer Netzbedingungen wollen unsere Nutzer nun die Option für einen weniger aggressiven Datenkompressionsmodus, sodass sie die volle Internet-Erfahrung erhalten, wenn das Netz es zulässt“, schreibt Christian Uribe, Produktmanager für Opera Mini in einem Blogbeitrag.

Vergleich zwischen extremer (links) und hoher Datenkompression in Opera Mini (Bild: Aloysius Low/CNET)

Außer der erweiterten Datenkompression bringt das jüngste Update für Opera Mini auch einen Vollbildmodus für die Tab-Ansicht sowie Verbesserungen bei Downloads, Stabilität und Bedienung. Lesezeichen und gespeicherte Seiten werden nun dauerhaft über der Schnellwahl angezeigt. Zudem erscheinen gespeicherte Seiten neuerdings in einer Vollbildliste mit Titel und URL.

Außer für Besitzer weniger leistungsfähiger Telefone oder Nutzer mit schlechter Netzabdeckung eignet sich der Browser ebenfalls für Smartphone-Besitzer, die einen Datentarif mit High-Speed-Volumen haben. Sie können mit der integrierten Kompressionstechnik ungedrosseltes Datenvolumen einsparen und somit länger mit voller Geschwindigkeit surfen.

Von dem jüngsten Update erhofft sich Opera, mehr Nutzer zu gewinnen. Das Unternehmen hat das Ziel ausgegeben, bis Ende 2017 weltweit 275 Millionen Android-Anwender zu erreichen. Ein Großteil davon soll aus Indien und Indonesien kommen, wo User oft mit Netzwerkproblemen oder langsamen Internet-Geschwindigkeiten zu kämpfen haben.

Erst vor einigen Wochen hatte Opera auch seine Datenkompressions-App Opera Max aktualisiert. Anders als Opera Mini beschränkt sie sich nicht auf Webseiten, sondern bezieht auch den unverschlüsselten Datenverkehr von Anwendungen mit ein. Videos und Bilder werden zunächst serverseitig komprimiert und dann an das Mobilgerät übermittelt. Seit dem Mitte August veröffentlichten Update unterstützt Opera Max auch die Komprimierung von Inhalten, die via Youtube oder Netflix gestreamt werden. Nutzer sollen so bis zu 70 Prozent Datenvolumen einsparen können, ohne dass die Videoqualität darunter leidet. Bei einem Kurztest von CNET.com traten dabei aber immer wieder lange Nachladepausen durch die Pufferung der Daten auf, vor allem bei HD-Videos.

[mit Material von Aloysius Low, CNET.com]

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Björn Greif

Björn kam nach seinem Magisterstudium und Ausflügen in den Sportjournalismus 2006 als Volontär zu ZDNet. Im Anschluss wurde er Redakteur und hat mehr als 12.600 Nachrichten zu tagesaktuellen Themen verfasst, mit Schwerpunkt auf Business, Hardware und Mobile.

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