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Project Iris: Google stellt Augmented-Reality-Brille ein

Google hat einem Bericht von Business Insider zufolge ein weiteres Wearable-Projekt eingestellt. Laut den nicht näher genannten Quellen wurde der intern als Project Iris bezeichneten Augmented-Reality-Brille der Stecker gezogen.

Project Iris war Googles Antwort auf ähnliche Produkte von Apple und der Facebook-Mutter Meta. Vorgestellt wurde das Projekt unter dem Namen Lens im Mai 2022 während Googles Entwicklerkonferenz I/O – ohne jedoch technische Details zu nennen.

Neuer Schwerpunkt Softwareentwicklung

Ein Schwerpunkt von Lens sollte die Spracherkennung sein. Nutzer sollten auf dem Bildschirm der Brille eine Übersetzung dessen sehen, was eine andere Person in einer fremden Sprache sagt. Das Wearable sollte beispielsweise auch eine Navigation per Google Maps unterstützen.

Im Juli 2022 kündigte Google dann erste Tests mit Lens in der Öffentlichkeit an. Das letzte Update veröffentlichte Google erst vor wenigen Tagen, als das Unternehmen die Suchfunktionen der AR-Brille pries.

Auf die Entwicklung eigener Hardware soll Google nun verzichten. Stattdessen werde sich Google auf die Entwicklung von Software konzentrieren. Anderen Medienberichten zufolge arbeitet Google an einer Micro XR genannten Plattform, die andere Hersteller lizenzieren können – ähnlich wie Google mit seinem Mobilbetriebssystem Android verfährt.

Allerdings schließt Business Insider nicht aus, dass irgendwann eine AR-Brille von Google in den Handel kommen könnte. Die Hardware soll dann allerdings von Partnern wie Qualcomm und Samsung kommen und nicht von Google selbst. Der Bericht legt zudem nahe, dass Googles bisherige Hardwareentwicklung die Grundlage für eine AR-Brille von Samsung sein könnte.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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