IHS iSuppli: Ultrabook-Boom beflügelt NAND-Flash-Absatz

IHS iSuppli erwartet, dass in diesem Jahr NAND-Flash im Wert von 22,9 Milliarden Dollar verkauft wird. Das entspäche einem Plus von acht Prozent. 2011 beliefen sich die Umsätze auf 21,2 Milliarden Dollar. Einen wichtigen Beitrag zum Wachstum sollen Ultrabooks leisten. Die von Intel propagierten dünnen und leichten Notebooks sind bis auf wenige Ausnahmen mit Solid State Drives mit einer Kapazität von mindestens 128 GByte ausgestattet.

Zuletzt hatten vor allem Smartphones und Tablets den NAND-Flash-Herstellern gute Umsätze beschert. Laut Quellen von Digitimes geht Intel davon aus, dass in diesem Jahr 20 bis 30 Millionen Ultrabooks ausgeliefert werden. Diese Zahl werde sich 2013 noch verdoppeln. Darüber hinaus arbeitet auch AMD an einer Plattform für ultradünne Laptops, die günstiger sein soll als mit Intel-Technologie ausgestattete Geräte.

Als Folge sagt IHS iSuppli voraus, dass 2012 15 Prozent aller NAND-Flash-Chips in PCs verbaut werden. Insgesamt soll NAND-Flash mit einer Kapazität von 3,3 Milliarden GByte in die SSD-Produktion fließen. 2011 waren es lediglich 1,7 Milliarden GByte.

Smartphones sollen indes bis 2016 einen Anteil von 16 Prozent am gesamten NAND-Flash-Aufkommen ausmachen. Die durchschnittliche Speicherkapazität eines Smartphones werde sich bis dahin nahezu auf 18,9 GByte verdoppeln, so iSuppli.

Tablets sind den Marktforschern zufolge der dritte Wachstumstreiber für NAND-Flash. Hier sei das iPad, das mit bis zu 64 GByte Speicher ausgeliefert wird, weiterhin führend. Das Kindle Fire hingegen biete nur 8 GByte. Insgesamt werde das Tablet-Segment 2012 mit einem Verbrauch von 3,6 Milliarden GByte einen Anteil von 12 Prozent am NAND-Flash-Markt erobern.

Apple soll 2012 rund 25 Prozent der weltweiten NAND-Flash-Produktion abnehmen, was laut der Studie 8 Milliarden GByte entspricht. Davon entfallen 2,8 Milliarden GByte auf das iPad und 3,2 Milliarden GByte auf das iPhone.


Bis 2016 soll der NAND-Flash-Markt ein Volumen von 30,9 Milliarden Dollar erreichen (Bild: IHS iSuppli).

[mit Material von Matthew Finnegan, Techeye.net]

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ZDNet.de Redaktion

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