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Süss Microtec sieht erneut Rot

Der Spezialmaschinenhersteller Süss Microtec hat sein Umsatzziel im vergangenen Jahr verfehlt und unter anderem wegen Sondereffekten erneut einen operativen Verlust eingefahren. Für das abgelaufene Gesamtjahr gehe die Gesellschaft von einem Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) von rund neun (Vorjahr Verlust 17,1) Millionen Euro aus, teilte Süss am Mittwoch in München mit. Enthalten seien im Schlussquartal im Zuge der Restrukturierung verbuchte Kosten und Rückstellungen in Höhe von 4,6 Millionen Euro. Hinzu komme für das Gesamtjahr eine Million Euro an wechselkursbedingten Buchverlusten auf interne Darlehen in US-Dollar. Der Nettoumsatz kletterte den Angaben zufolge 2004 auf knapp 114 (Vorjahr 93) Millionen Euro.

Bereits im November hatte Süss gewarnt, wegen der anstehenden Restrukturierung gebe es Risiken für die Ziele 2005. „Die Prognose für das Gesamtjahr 2004 mit einem Umsatz von zirca 115 bis 120 Millionen Euro, in dessen Bandbreite auch ein ausgeglichenes Ebit erzielt werden sollte, bleibt grundsätzlich bestehen“, hieß es aber zugleich. Damit haben die Münchener auch die Spanne beim Umsatz leicht verfehlt. Die endgültigen Zahlen und Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres will Süss am 22. März nach Börsenschluss vorlegen. Das Ergebnis nach Steuern werde dabei von Wertberichtigungen eines erheblichen Teils der latenten Steuern auf Verlustvorträge belastet. Den Auftragseingang 2004 bezifferte Süss auf 120 (Vorjahr 101) Millionen Euro.

Um die Profitabilität zu steigern, hatte das Unternehmen Mitte Oktober angekündigt, ein Werk mit rund 50 Mitarbeitern in Asslar bei Frankfurt zu schließen und damit mehr als vier Millionen Euro pro Jahr einsparen zu wollen. Hier sei nun eine Einigung mit dem Betriebsrat erzielt worden. Die genannten Restrukturierungskosten umfassten bereits entsprechende Aufwendungen für den Sozialplan.

Im Dezember hatte Süss zudem Aufsehen erregt, als Firmenchef Franz Richter wegen unterschiedlicher Auffassungen über die Geschäftspolitik überraschend abgetreten war. Dem Unternehmen zufolge hatte der Aufsichtsrat den Manager zu einem höheren Tempo bei der Restrukturierung gedrängt.

ZDNet.de Redaktion

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