Categories: Unternehmen

Siemens im dritten Quartal besser als erwartet

Der Siemens-Konzern (Börse Frankfurt: SIE) hat nach deutlichen Kostensenkungen und Stellenstreichungen im dritten Quartal des Geschäftsjahres besser abgeschnitten als erwartet. Der Netto-Gewinn belief sich im Zeitraum vom April bis Juni auf 725 Millionen Euro, wie das Unternehmen in München mitteilte. Dies lag deutlich über den Schätzungen der Analysten, die zwischen 327 und 645 Millionen Euro vorhergesagt hatten.

Für das letzte Vierteljahr zeigte sich Siemens-Chef Heinrich von Pierer aber bereits wieder pessimistisch: Das Ergebnis werde dann niedriger liegen als im dritten Quartal. Die Siemens-Aktie gab angesichts dieser Einschätzung in einem allgemein schlechten Börsenumfeld deutlich nach. Bis 14.15 Uhr verlor die Siemens-Aktie mit 47,25 Euro gegenüber dem Vortag rund 5,7 Prozent an Wert.

Schon am Dienstag hatte das Siemens-Papier 4,75 Prozent verloren. Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 880 Millionen Euro auf 20,5 Milliarden Euro zurück. Im laufenden Geschäft erwirtschaftete Siemens ein Ergebnis vor Steuern (EBIT) von 892 Millionen Euro nach einem Verlust von 479 Millionen Euro.

Drei von 13 Sparten schreiben auf dieser Basis weiter Verluste. Die Netzwerksparte ICN als Dauersorgenkind verlor in den vergangenen drei Monaten 84 Millionen Euro. Im Mobilfunkbereich ICM, in dem im zweiten Quartal zunächst ein Plus geschrieben wurde, stand nun wieder ein Betriebsverlust vor Steuern von neun Millionen Euro. Und bei der Industrie-Tochter Industrial Solutions and Services (I & S), wo Siemens erst Ende Mai die Streichung weiterer 2000 Stellen angekündigt hatte, betrug das Minus 32 Millionen Euro. Auf die ersten neun Monate des Geschäftsjahres gerechnet betrug der Nettogewinn beim Gesamtkonzern nun 2,54 Milliarden Euro und damit 20 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stagnierte im gleichen Zeitraum bei rund 62,7 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich seit Ende September vergangenen Jahres um 46.000 auf 438.000. Im Inland, wo nun noch 177.000 Menschen bei dem Konzern beschäftigt sind, wurden dabei 22.000 Stellen gestrichen.

Kontakt: Siemens-Hotline, Tel.: 01805/333226 (günstigsten Tarif anzeigen)

ZDNet.de Redaktion

Recent Posts

Gefahren im Foxit PDF-Reader

Check Point warnt vor offener Schwachstelle, die derzeit von Hackern für Phishing ausgenutzt wird.

2 Tagen ago

Bitdefender entdeckt Sicherheitslücken in Überwachungskameras

Video-Babyphones sind ebenfalls betroffen. Cyberkriminelle nehmen vermehrt IoT-Hardware ins Visier.

2 Tagen ago

Top-Malware in Deutschland: CloudEye zurück an der Spitze

Der Downloader hat hierzulande im April einen Anteil von 18,58 Prozent. Im Bereich Ransomware ist…

2 Tagen ago

Podcast: „Die Zero Trust-Architektur ist gekommen, um zu bleiben“

Unternehmen greifen von überall aus auf die Cloud und Applikationen zu. Dementsprechend reicht das Burg-Prinzip…

3 Tagen ago

Google schließt weitere Zero-Day-Lücke in Chrome

Hacker nutzen eine jetzt gepatchte Schwachstelle im Google-Browser bereits aktiv aus. Die neue Chrome-Version stopft…

3 Tagen ago

Hacker greifen Zero-Day-Lücke in Windows mit Banking-Trojaner QakBot an

Microsoft bietet seit Anfang der Woche einen Patch für die Lücke. Kaspersky-Forscher gehen davon aus,…

3 Tagen ago