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Zoom meldet Umsatzsteigerung von 367 Prozent – Anleger trotzdem unzufrieden

Zoom Video Communications hat im dritten Fiskalquartal (bis 31. Oktober) seinen Umsatz um 367 Prozent auf 777 Millionen Dollar gesteigert. Im Vorjahreszeitraum nahm das Unternehmen 166,6 Millionen Dollar ein. Der Gewinn kletterte sogar von 2,2 auf 198,4 Millionen Dollar. Obwohl beide Kategorien die Erwartungen von Analysten übertreffen, schickten Anleger den Kurs der Zoom-Aktie im nachbörslichen Handel ins Minus.

Die Prognose der Wall Street lag bei 694 Millionen Dollar Umsatz und 0,76 Dollar Non-GAAP-Gewinn pro Aktie – hier meldete Zoom immerhin 0,99 Dollar je Anteilsschein. Trotzdem verbilligte sich die Zoom-Aktie nach Börsenschluss um 5 Prozent oder 24,36 Dollar auf 454 Dollar. Damit liegt der Kurs zwar deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 62,02 Dollar, aber auch klar unter dem aktuellen Höchstwert von 588,84 Dollar.

Zoom CEO Eric Yuan geht davon aus, dass sein Unternehmen auch weiterhin von der COVID-19-Pandemie profitieren und seine Marktposition ausbauen wird. “ Unser Ziel ist es, die innovativste, sicherste, zuverlässigste und qualitativ hochwertigste Kommunikationsplattform anzubieten, um Menschen dabei zu unterstützen, sich mit Zoom zu verbinden, zusammenzuarbeiten, aufzubauen und zu lernen“, sagte der Manager.

Außerdem soll der Dienst zu einer Plattform mit eigenem Ökosystem ausgebaut werden. Auf seiner Konferenz Zoomtopia stellte das Unternehmen im Oktober eine Zapps genannte Plattform für Apps vor, die in die Videokonferenzlösung integriert werden, sowie den Marktplatz OnZoom für Content Creator.

In den Monaten August, September und Oktober erhöhte sich die Zahl der Kunden mit mehr als zehn Beschäftigten auf 433.700. Das soll einem Wachstum von 485 Prozent entsprechen. 1289 Kunden generierten einen Jahresumsatz von mehr als 100.000 Dollar, 136 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Im vierten Fiskalquartal rechnet Zoom mit Einnahmen von bis zu 811 Millionen Dollar und einem Aktiengewinn (Non-GAAP) von bis zu 0,79 Dollar. Der Jahresumsatz soll auf bis zu 2,58 Milliarden Dollar ansteigen. Analysten geben derzeit 730 Millionen Dollar Umsatz für das vierte Quartal und 2,4 Milliarden Dollar für das gesamte Fiskaljahr vor.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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