Microsoft startet „Zwangs-Upgrades“ für Windows 10 Version 1903

Da der Support für Windows 10 Version 1903 endet, hat Microsoft damit begonnen, diese Systeme automatisch auf eine neuere Version zu aktualisieren. Wie Neowin berichtet, erhalten Betroffene jedoch nicht das aktuelle Update 20H2 und auch nicht das Mai-2020-Update Version 2004, sondern die Version 1909 aus Oktober 2019.

Windows 10 Version 1909 war ein kleineres Feature-Update für die Version 1903, die einen einfachen und unkomplizierten Update-Prozess ermöglichen sollte. So teilen sich beide Versionen eine grundlegende Codebasis. Allerdings endet der Support für das November-2019-Update für Nutzer von Windows 10 Home und Pro bereits im Mai 2021.

Derzeit unterstützt Microsoft sogar noch Windows 10 Version 1809. Die COVID-19-Pandemie hatte dem vor rund zwei Jahren freigegeben Feature-Update eine Supportverlängerung bis zum 10. November beschert. Die Unterstützung für die Version 1903 stellt Microsoft indes am 8. Dezember ein.

„Alle Ausgaben von Windows 10 Version 1903 und Windows 10 Server Version 1903 erreichen am 8. Dezember das Support-Ende“, teilte Microsoft mit. „Nach diesem Datum erhalten Geräte, auf denen diese Versionen von Windows laufen, keine Sicherheitsupdates mehr. Wir empfehlen, dass Sie diese Geräte so schnell wie möglich auf eine unterstützte Version umstellen, um weiterhin monatliche Qualitätspatches mit Sicherheits- und nicht sicherheitsrelevanten Patches zu erhalten.“

Wer manuell nach neuen Updates sucht, kann unter Umständen von der Version 1903 direkt auf Windows 10 Version 20H2 umsteigen – Microsoft bietet diese Option grundsätzlich an.

Unklar ist, wann Microsoft wieder auf die vor der Corona-Krise übliche automatische Aktualisierung von Windows-10-Versionen sechs Monate vor deren Support-Ende zurückkehrt. In dem Fall würden Nutzer von Windows 1903 nach dem Update auf Windows 10 1909 sehr bald auch schon die Version 2004 erhalten, denn Windows 10 1909 erreicht bereits in sieben Monaten das Ende des offiziellen Supports.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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