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Panasonic Lumix DMC-LC20

Klassisches Aussehen, logische Bedienung

Obwohl das Design nicht gerade bahnbrechend wirkt, ist die Gestaltung der LC20 in den Farben Silber mit Schwarz (auch nur in Schwarz erhältlich) doch recht gelungen. Das Gehäuse besteht zwar fast vollständig aus Kunststoff, doch erscheint die Kamera sehr gut verarbeitet. Sie wiegt nur 247 Gramm inklusive Batterien und Speicherkarte. Die LC20 passt in eine Jackentasche und lässt sich somit problemlos den ganzen Tag herumtragen. Ein weiterer Vorteil liegt in der Konzeption von Einstellungen und Menü, eine der besten in dieser Klasse. Der Aufnahmemodus wird am Hauptdrehknopf für die Einstellungen ausgewählt, und man kann problemlos auf Belichtungsausgleich und Serienaufnahmen zugreifen, ohne in das Menüsystem der Kamera vordringen zu müssen. Die Menüführung an sich ist logisch und einheitlich, wobei die wichtigsten Funktionen zuerst aufgeführt werden und nahezu alle Optionen eine korrekte Bezeichnung aufweisen.

Das markanteste Merkmal der Lumix ist natürlich das Leica-Objektiv mit 3fach-Zoom. Nach deutscher Tradition trägt es einen ganz eigenen, geradezu poetisch klingenden Namen: DC Vario-Elmarit. In der Tat ein gutes Objektiv, das dafür sorgt, dass mit der LC20 scharfe und detailreiche Aufnahmen gelingen, mit wenig chromatischen Aberrationen und unterdurchschnittlich geringen tonnenförmigen Verzeichnungen (ein Linsendefekt, der gerade Linien gekrümmt erscheinen lässt). Der Fokus funktioniert mit Telephoto-Vorsatz bis zu einem relativ geringen Abstand von 15 cm. Somit können bei Nahaufnahmen überdurchschnittlich gute Ergebnisse erzielt werden. Die weiteren Optionen vereinfachen Schnappschüsse durch vordefinierte Einstellungen, mit nur wenig Möglichkeiten zur manuellen Nachjustierung. Allerdings sind zwei praktische Ausnahmen vorhanden: Die einstellbare Lichtempfindlichkeit (von ISO 100 bis ISO 400) und der manuelle Weißabgleich. Außerdem bietet die Kamera die Möglichkeit zu Serienaufnahmen, wobei mit der höchsten Auflösung drei Bilder pro Sekunde gemacht werden. Des Weiteren können QuickTime-Videoclips mit Ton in einer Länge von bis zu zwanzig Sekunden aufgenommen werden.

Leica – Lumix 1:0

Die Leistung der LC20 kann leider nicht mit ihrem scharfen Objektiv und dem intelligenten Design mithalten. Obwohl sie nach dem Anschalten sehr schnell einsetzbar ist, beträgt die Zeit zwischen zwei Fotos ganz fünf Sekunden. Weitere Verzögerungen werden häufig vom Autofokus verursacht, der sehr langsam reagiert und oft nicht in der Lage ist, ein Objekt scharf zu stellen. Glücklicherweise gestaltet sich die Auswahl der Motive problemlos: Der optische Bildsucher ist zwar klein, er liefert aber ein klares und ausreichend helles Bild. Und obwohl das 1,5 Zoll-LCD-Display nicht zu den besten seiner Klasse gehört, bietet es trotzdem eine scharfe Anzeige und lässt sich auch im Freien ablesen. Die Batterielebensdauer ist erstaunlich lang, obwohl die Kamera nur zwei AA-Batterien benutzt. Die Tests der Kamera dauerten fast einen ganzen Tag, bei häufiger Verwendung des LCD-Displays. Dennoch reichte ein einmaliges Aufladen der Nickel-Metall-Hybrid-Batterien vollständig aus.

Zusätzlich zur sehr guten Bildschärfe und den geringen Abberationen weisen die Bilder der Lumix lebendige und ausgewogene Farben, natürliche Hauttöne und geringes Rauschen auf. Allerdings waren überdurchschnittlich viele Aufnahmen unterbelichtet, wodurch jedoch keines der Testfotos unbrauchbar wurde. Was den Rummel um das Leica-Objektiv anbelangt, ist zu bemerken, dass die Bilder zwar hervorragend sind, jedoch die Aufnahmen anderer erstklassiger 2-Megapixel-Modelle nicht übertreffen können – trotz des exzellenten Vario-Elmarit-Objektivs.

Bei einem Listenpreis von 400 Euro hält die LC20 sogar einem Vergleich mit den besten Konkurrenzmodellen im 2-Megapixel-Bereich stand. Wer allerdings Wert auf rasche Performance legt, sollte sich die schnelle PowerShot S330 von Canon einmal ansehen.

ZDNet.de Redaktion

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