Windows 11: Microsoft testet Windows Copilot

Microsoft hat eine erste Vorabversion von Windows Copilot veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine Version des auf Bing Chat basierenden KI-Assistenten, der direkt vom Desktop aus aufgerufen werden kann. Nutzer benötigen für ihre Tests allerdings das neue Windows-11-Build 23493, das Microsoft im Developer Channel des Insider-Programms anbietet.

Copilot wird über eine neue Schaltfläche in der Taskleiste oder das Tastaturkürzel „Win+C“ aufgerufen. Nutzer müssen zudem mit einem Microsoft-Konto oder über Azure Active Directory angemeldet sein. Copilot erscheint dann als Seitenleiste am rechten Bildrand, ohne laut Microsoft den Zugang zu geöffneten Anwendungen einzuschränken.

Bisher keine Unterstützung für Plugins von Dritten

Zum Start bietet Copilot jedoch einen eingeschränkten Funktionsumfang. Nutzer können per Sprache beispielsweise einen Screenshot erstellen, den Modus „Nicht Stören“ aktivieren oder auch um eine Zusammenfassung der aktuell geöffneten Website bitten. Copilot erstellt aber auch Texte oder Fotos anhand vorgegebener Kriterien.

„Bitte beachten Sie, dass nicht alles, was auf der Build für Windows Copilot gezeigt wurde, in dieser ersten, frühen Vorschau enthalten ist. So verfügt Windows Copilot beispielsweise über eine Grundausstattung an Plugins für Windows-Einstellungen, aber noch nicht über die Unterstützung von Plugins von Drittanbietern. Im Laufe der Zeit werden weitere Funktionen hinzugefügt, während wir die Windows Copilot-Erfahrung mit Windows Insidern verfeinern“, teilte Microsoft mit.

Neue Startseite für die Einstellungen-App

Darüber hinaus führt Microsoft mit dem Build 23493 eine neue Startseite für die Einstellungen-App ein. Sie soll den Zugriff auf wichtige Einstellungen erleichtern und Nutzern auch die Möglichkeit geben, wichtige Details ihres Microsoft-Kontos ohne Umwege zu verwalten.

Eine weitere Neuerung betrifft den Support für Archiv-Dateiformate. Dieser wird mit der neuen Vorabversion auf bisher nicht unterstützte Formate wie .rar, .7z, .tar und .tar.gz ausgeweitet. Microsoft weist auf noch vorhandene Leistungseinschränkungen bei einigen Dateiformaten hin.

Darüber hinaus beheben die Entwickler mit dem Build 23493 zahlreiche Fehler. Wie bei Vorabversionen im Developer Channel üblich, gibt es auch eine lange Liste bekannter Bugs. Alle Details hält Microsoft wie immer in einem Blogbeitrag bereit.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

Recent Posts

Roblox: 34 Millionen Zugangsdaten im Darknet

Laut Kaspersky nehmen Infostealer gerade auch Spieleplattformen ins Visier. Neue Studie untersucht Angriffe zwischen 2021…

2 Stunden ago

EU-Datenschützer kritisieren Facebooks „Zustimmung oder Bezahlung“-Modell

Ohne eine kostenlose Alternative, die ohne Zustimmung zur Verarbeitung personenbezogener Daten zu Werbezwecken auskommt, ist…

3 Tagen ago

Europol meldet Zerschlagung der Phishing-as-a-Service-Plattform LabHost

LabHost gilt als einer der größten Phishing-Dienstleister weltweit. Die Ermittler verhaften 37 Verdächtige, darunter der…

3 Tagen ago

DE-CIX Frankfurt bricht Schallmauer von 17 Terabit Datendurchsatz pro Sekunde

Neuer Datendurchsatz-Rekord an Europas größtem Internetknoten parallel zum Champions-League-Viertelfinale.

4 Tagen ago

Samsungs neuer LPDDR5X-DRAM erreicht 10,7 Gbit/s

Die neuen Chips bieten bis zu 25 Prozent mehr Leistung. Samsung steigert auch die Energieeffizienz…

4 Tagen ago

Cisco warnt vor massenhaften Brute-Force-Angriffen auf VPNs

Betroffen sind Lösungen von Cisco, Fortinet, SonicWall und anderen Anbietern. Die Hacker nehmen Konten mit…

4 Tagen ago