Haben Sie sich auch schon geärgert, wenn in einem wissenschaftlichen Artikel auf eine Site verwiesen wird, diese aber dann unauffindbar ist? Solche Situationen wollen Cloudflare und Internet Archive künftig möglichst verhindern.

Als Teil dieser gemeinsamen Anstrengung werden Websites, die den Dienst Always Online von Cloudflare nutzen, in der Lage sein, der Web-Infrastrukturfirma zu erlauben, ihren Hostnamen und ihre URLs mit der Wayback Machine von Internet Archive zu teilen, so dass ihre Website automatisch archiviert werden kann.

Wenn eine Website ausfällt, wird Cloudflare dann in der Lage sein, die zuletzt archivierte Version von Internet Archive abzurufen, so dass der Inhalt einer Website von den Nutzern abgerufen werden kann.

„Die Wayback Machine des Internet Archive verfügt über eine beeindruckende Infrastruktur, mit der das Web in großem Maßstab archiviert werden kann“, sagte Matthew Prince, CEO und Mitbegründer von Cloudflare.

„Durch die Zusammenarbeit können wir einen weiteren Schritt in Richtung einer größeren Widerstandsfähigkeit des Internets machen, indem wir Serverprobleme für unsere Kunden stoppen und im Gegenzug verhindern, dass Geschäfte und Benutzer online unterbrochen werden.

Laut Internet Archive sind bis heute mehr als 468 Milliarden Webseiten über die Wayback-Maschine verfügbar. „Wir archivieren URLs, die durch eine Vielzahl verschiedener Methoden identifiziert werden, wie z.B. ‚Crawling‘ aus Listen von Millionen von Sites, wie sie von Benutzern über die Funktion ‚Seite jetzt speichern‘ der Wayback Machine eingereicht wurden, die zu Wikipedia-Artikeln hinzugefügt wurden, auf die in Tweets verwiesen wird und die auf einer Reihe anderer ‚Signale‘ und Quellen basieren, wie z.B. mehrfache Einspeisungen von ‚Nachrichten‘-Geschichten. Eine zusätzliche Quelle von URLs, die wir jetzt bewahren werden, stammt von Kunden von Cloudflare Always Online Service,“ schrieb Mark Graham, Direktor von Wayback Machine, in einem Blogbeitrag.

Seit mehr als 20 Jahren archiviert die Wayback Machine des Internet-Archivs einen Großteil des öffentlichen Webs und macht diese Archive Journalisten, Forschern, Aktivisten, Akademikern und der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich, insgesamt Hunderttausenden von Menschen täglich. Bis heute sind mehr als 468 Milliarden Webseiten über die Wayback Machine verfügbar und  täglich kommen mehr als 1 Milliarde neue archivierte URLs hinzu.

ANZEIGE

So reagieren Sie auf die gestiegene Nachfrage von Online-Videos – Wichtige Erkenntnisse und Trends

Der von zahlreichen Ländern wegen der Coronakrise eingeführte Lockdown und die damit verbundene soziale Distanzierung haben neue Rekorde im Online-Videoverkehr gebracht. Erfahren Sie in diesem Webinar, wie Sie Daten untersuchen und quantifizieren, um die Belastung von Netzwerken und CDNs einzuschätzen.

ZDNet.de Redaktion

Recent Posts

Was macht Check Point als attraktiver Arbeitgeber aus?

Kim Forsthuber von Checkpoint erklärt, wie sie zum Security-Anbieter gekommen ist und was sie an…

4 Stunden ago

Android-Malware Rafel RAT aufgedeckt

Bösartiges Tool wird für Spionage, Fernzugriff, Datenklau und Ransomware verwendet. Check Point-Sicherheitsforscher beobachten Angriffe in…

6 Stunden ago

US-Regierung verhängt Verkaufsverbot gegen Kasperskys Antivirensoftware

Es tritt bereits im Juli in Kraft. Ab Ende September wird auch der Wiederverkauf von…

8 Stunden ago

Beta 3 von Android 15: Google stellt neue Sicherheitsfunktionen vor

Android 15 erreicht den Meilenstein Platform Stability. Die neue OS-Version verbessert die Implementierung von Passkeys…

24 Stunden ago

Apple entwickelt Hochsicherheits-OS für seine KI-Rechenzentren

Es soll die Grundlage für die Sicherheitsfunktion Private Compute Cloud bilden. Diese wiederum soll die…

1 Tag ago

Google schließt schwerwiegende Sicherheitslöcher in Chrome

Sie stecken unter anderem in der JavaScript Engine V8. Betroffen sind Chrome für Windows, macOS…

1 Tag ago