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PCIe 6.0 bietet Transferrate von 128 GByte/s

Die PCI-SIG (Peripheral Component Interconnect Special Interest Group) arbeitet bereits an den Spezifikationen für PCIe 6.0, nachdem die finale Version des Standards PCIe 5.0 vor Kurzem erst verabschiedet wurde und erste auf PCIe 4.0 basierende Hardware den Verbrauchermarkt erreicht. Damit beschleunigt die Standardisierungsorganisation noch die Entwicklung, nachdem PCIe 3.0 über lange Jahre Bestand hatte. Dabei soll die Rückwärtskompatibilität zu allen vorhergehenden Versionen weiterhin gewährleistet sein.

Erneut soll sich damit die erzielbare Übertragungsgeschwindigkeit eines PCIe-Slots relativ zum vorhergehenden Standard verdoppeln, wie PCI-SIG auf seiner Entwicklerkonferenz im kalifornischen Santa Clara ankündigte. Mit einem x16-Slot für Grafikkarten wäre damit eine Transferrate von 128 GByte/s zu erreichen, da eine Leitung 8 GByte/s übertragen kann. Die Spezifikation von PCIe 6.0 soll insbesondere die Anforderungen von künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen, Netzwerken, Kommunikationssystemen, Storage und High-Performance Computing erfüllen.

Um die Verdoppelung zu erreichen, setzt die Organisation auf den Wechsel von Non-Return-to-Zero (NRZ) zu Pulsamplitudenmodulation in der vierstufigen Version PAM-4. Dabei ist PAM-4 eigentlich keine neue Technologie, war aber bislang vor allem höchsten Netzwerkstandards vorbehalten – und das nicht zuletzt aus Kostengründen. Erfahrungen mit diesem Signalstandard gibt es also bereits, und mit einer breiten Umsetzung durch PCIe 6.0 könnten sich auch die Kosten allmählich verringern.

Die finale Version von PCIe 6.0 will PCI-SIG 2021 vorlegen. Da PCIe 4.0 2017 finalisiert wurde und darauf basierende Produkte erst 2019 den Verbrauchermarkt erreichten, schätzt AnandTech daher, dass PCIe-6.0-Hardware ab 2023 in den Handel kommt.

Heute steht für Storage-Anbindungen in Client-PCs in der Regel PCIe 3.0 x4 mit einer Datentransferrate von 4 GByte/s zur Verfügung. AMD will bald Mainboards mit Chipsätzen einführen, die mit PCIe 4.0 x4 immerhin 8 GByte/s Transferrate für m.2-SSDs bieten.

Bernd Kling

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