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ownCloud veröffentlicht Plug-in für Microsoft Outlook

Mit einem neuen Plug-in für Microsoft Outlook können ownCloud Nutzer nun einfach und sicher Dateien versenden und sogar ganze Ordner freigeben. Anstelle von Dateianhängen fügt das Plug-in automatisch Verweise auf die entsprechende Datei oder Ordner ein. Die Erweiterung ist vollständig in Outlook integriert und arbeitet mit SSL-Verschlüsselung. Das ownCloud Plugin für Outlook kostet 5 Euro pro Jahr und Nutzer zuzüglich Mehrwertsteuer.

Zusätzliche Sicherheit bietet die integrierte Split-Funktionalität. Diese sorgt dafür, dass der Link zu den Dateien und das für den Download notwendige Passwort automatisch getrennt voneinander versendet werden. Außerdem werden Daten vor der Ablage auf dem ownCloud Server des Senders auf Schadsoftware hin überprüft.

Entwickelt wurde die Outlook-Erweiterung von der BW Tech GmbH ursprünglich als Ergänzung für die eigene, auf ownCloud basierende Filesharing-Lösung epiKshare. Nach entsprechenden Anpassungen ist das Plug-in nun für alle ownCloud Nutzer erhältlich.

Unter https://owncloud.com/outlook-plug-in/ können sowohl Subscription- wie auch Community-User von ownCloud das Plug-in herunterladen und zunächst für 30 Tage kostenlos testen. Verfügbar sind englische und deutsche Versionen für Microsoft Outlook 2010, 2013 sowie 2016.

Holger Dyroff, Geschäftsführer der ownCloud GmbH in Nürnberg, sieht in dem Plug-in eine wichtige Ergänzung der Plattform: „Outlook ist in den meisten Unternehmen immer noch die Standard-Lösung für E-Mails, Kalender und Aufgaben. Mit dem neuen Plug-in eröffnen wir den über zehn Millionen Nutzern von ownCloud eine neue, sichere Dimension des Filesharings via E-Mail. Viele MS Exchange Betreiber haben uns explizit nach einem Outlook Plug-in gefragt. Dank unserer Partnerschaft mit BW-Tech können wir dieses nun dem Markt zur Verfügung stellen!“

Weitere Vorteile des Plug-ins kommen insbesondere Nutzern von ownCloud zugute, die häufig große Datenmengen übermitteln oder Massenaussendungen vornehmen. Da nur noch Links und Zugangsdaten zu den Downloads verschickt werden, müssen bei der Verwendung des Plug-ins weder beim Quell- noch beim Ziel-Mailserver Größenlimitierungen beachtet werden. Gleichzeitig werden die Speicherlast der Mail- und File-Server sowie der Netzwerkverkehr und damit die Kosten deutlich reduziert.

In der Möglichkeit, den Zugriff zeitlich zu begrenzen, sieht Frank Böttcher, COO der BW-Tech GmbH, einen wichtigen Zusatznutzen des Plug-ins: „Der Sender entscheidet selbst darüber, ob er den Zugriff auf Dateien oder Ordner zeitlich begrenzen möchte oder nicht. Im Standard ist der Zugriff unlimitiert, aber er kann auch ein Verfallsdatum eingeben, nach dem die Daten nicht mehr aufgerufen werden können.“

ownCloud gilt im Open-Source-Umfeld als populärste Lösung zum Aufbau einer private Cloud-Umgebung. Anwender können dadurch Dokumente, Fotos, Videos, aber auch Termine und Kontakte speichern und untereinander freigeben. Auch Open-Source-Office-Anwendungen arbeiten mit ownCloud zusammen. Seit Sommer steht die von Collabora entwickelte erweiterte Cloud-Ausgabe der freien Bürosoftware LibreOffice unter dem Namen Collabora Online für ownCloud Enterprise zur Verfügung. Damit können Unternehmen und große Organisationen die Funktionen von LibreOffice Online für den Produktiveinsatz nutzen.

Kai Schmerer

Kai ist seit 2000 Mitglied der ZDNet-Redaktion, wo er zunächst den Bereich TechExpert leitete und 2005 zum Stellvertretenden Chefredakteur befördert wurde. Als Chefredakteur von ZDNet.de ist er seit 2008 tätig.

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