Internet der Dinge: SAP kooperiert mit Jasper und T-Systems

SAP hat in Barcelona Partnerschaften fürs Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) angekündigt. Gemeinsam mit dem kalifornischen Plattformanbieter Jasper will es ein weltweites IoT-Angebot für Großunternehmen schaffen. T-Systems ist hingegen Partner der Wahl für Connected-Car- und Logistik-Lösungen.

Auf dem Mobile World Congress (MWC) enthüllte SAP zunächst seine Zusammenarbeit mit Jasper aus Santa Clara an der US-Westküste. Von Jasper stammt eine weltweit verfügbare IoT-Plattform für Unternehmenskunden, die als Software-as-a-Service offeriert wird. Firmen sollen damit in die Lage versetzt werden, ohne großen Aufwand IoT-Lösungen einzurichten und zu monetarisieren.

Derzeit kann Jasper schon über 1600 Kunden vorweisen. Überdies kooperiert es mit 24 Mobilfunk-Netzbetreibern weltweit, die in zusammen mehr als 100 Ländern aktiv sind.

Wie jetzt vereinbart, wird Jaspers Plattform in SAP HANA integriert werden. Dadurch können Kunden ihre Nutzungsdaten mit SAPs Big-Data-Lösung durchforsten und analysieren. Jasper-Gründer und CEO Jahangir Mohammed verspricht dadurch Erkenntnisse, auf deren Basis Firmen handeln können, sowie kürzere Einführungszeiten für IoT-Lösungen.

Ein Pilottest mit einem Kunden wurde bereits als Machbarkeitsnachweis abgeschlossen. Derzeit arbeiten SAP und Jasper an einer Strategie für die Markteinführung des gemeinsamen Angebots.

Bei der Partnerschaft mit der Deutsche-Telekom-Tochter T-Systems handelt es sich hingegen um eine OEM-Vereinbarung: In ihrem Rahmen sollen SAPs Connected Logistics und T-Systems‘ Connected-Car-Software zusammengeführt werden. Außerdem setzen die Partner ihre Arbeit an der Logistik-Netzwerk-Lösung „smartPORT“ fort, die die Hamburg Port Authority einsetzt, um effizienter agieren zu können.

Das Konzept hinter dieser Plattform ist es, Logistikfirmen und ihren Kunden über Mobilgeräte Daten und Dienste anzubieten. Derzeit wird nach weiteren Interessenten für die Software gesucht.

SAP hat auf dem Mobile World Congress auch die HANA Cloud Platform Mobile Services vorgestellt. Es beschreibt diese Plattform als eine durchgängige Lösung, die von der Entwicklung bis zur Implementierung und Bereitstellung von mobilen Unternehmensanwendungen reicht. SAP verspricht eine optimierte Datensynchronisation für native und hybride Apps sowie ein erweitertes Application Programming Interface für Push-Benachrichtigungen. Außerdem lassen sich Anwendungen und Nutzer registrieren, Sicherheitsprofile verwalten und alle Verbindungen mit dem Backend oder sonstigen Datenquellen verfolgen.

[mit Material von Charlie Osborne, ZDNet.com]

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Florian Kalenda

Seit dem Palm Vx mit Klapp-Tastatur war Florian mit keinem elektronischen Gerät mehr vollkommen zufrieden. Er nutzt derzeit privat Android, Blackberry, iOS, Ubuntu und Windows 7. Die Themen Internetpolitik und China interessieren ihn besonders.

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