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Spam-Filter prüft Datenverkehr statt Signatur

Die Problemstellung rund um das Thema Spam wird immer komplexer. Die Spam-Entwickler trumpfen immer wieder mit neuen, raffinierten Tricks auf. Zwei neue Entwicklungen in diesem Bereich sind das Drehen von Grafiken um wenige Zehntelgrade oder der Trick, Kleinigkeiten auf Bildern laufend abzuändern. Die herkömmlichen Anti-Spamlösungen erkennen diese nicht oder nur selten als herkömmlichen Spam und können diese Mails dadurch auch nicht filtern. Die Internet Security Service GmbH (ISS) hat nun mit Proventia Network Mail eine neue Sicherheits-Applikation entwickelt, die mittels neuer Systemtechnologie Spam-Inhalte nicht nur zuverlässig erkennt, sondern diese auch abblocken soll.

„Die meisten Applikationen arbeiten mit den Signaturen von Spams, Viren und anderen schadhaften Programmen. Dafür muss aber die Signatur bekannt sein. Das heißt, Spam-Entwickler sind immer einen Schritt voraus. Proventia Network Mail überprüft den transportierten Datenverkehr im Netzwerk auf ungewöhnliche Verhaltensmuster. Wird eine verdächtige Malware gefunden, wird sie in eine sichere Umgebung gebracht und genau analysiert. So können eventuelle Spams, Viren oder Trojaner das Anwendersystem erst gar nicht erreichen“, so ISS. Außerdem kann die Applikation auch Farbänderungen beispielsweise in Bilddateien erkennen.

Provential Network Mail wurde von ISS selbst entwickelt und erkennt nach Angaben des Herstellers 98 Prozent aller Spam- und Phishing-Mails, die direkt abgeblockt werden. Darüber hinaus verfügt das Security System nach Angaben des Unternehmens über die größte und aktuellste Filter-Datenbank, in der sich mehr als 63 Millionen Einträge basierend auf der Analyse von 5,4 Milliarden URLs, befinden. Entwickelt wurde das System hauptsächlich für Großunternehmer, die ihre Kommunikationswege schützten wollen.

ZDNet.de Redaktion

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