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Netzwerkausrüster Belden meldet Hackerangriff

Der US-Hersteller von Netzwerkausrüstung Belden meldet einen Hackerangriff. Einer Pressemitteilung zufolge verschafften sich Unbekannte Zugriff auf eine begrenzte Zahl von Dateiservern des Unternehmens.

Entdeckt wurde der Einbruch von IT-Mitarbeitern des Unternehmens bei der Auswertung ungewöhnlicher Aktivitäten der betroffenen Server. Eine anschließende Untersuchung ergab, dass die Cyberkriminellen Daten von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern entwendeten. Sie griffen zudem auf wenige Daten des Unternehmens zu Geschäftspartnern zu.

Nach Angaben des Unternehmens werden nun Kunden und Mitarbeiter über die kompromittierten Daten informiert. „Sicherheit steht bei Belden immer an erster Stelle, und wir nehmen Bedrohungen des Datenschutzes von persönlichen und Unternehmensdaten sehr ernst“, sagte Roel Vestjens, Präsident und Chief Executive Officer von Belden. „Wir bedauern jegliche Komplikationen oder Unannehmlichkeiten, die dieser Vorfall verursacht haben könnte, und bieten denjenigen Personen, die möglicherweise betroffen sind, Hilfe an.“

Auf die Produktion soll sich der Einbruch nicht ausgewirkt haben. Auch andere Geschäftsbereiche wie Qualitätskontrolle oder Logistik seien nicht betroffen und arbeiteten normal. Für weitere Untersuchungen stehe man mit Cybersicherheitsfirmen und Behörden in Kontakt.

Unklar ist, ob die Angreifer auch versucht haben, eine Ransomware einzuschleusen, wie es bei derartigen Einbrüchen heute üblich ist. Ein Sprecher des Unternehmens stand für eine Stellungnahme nicht zur Verfügung.

Laut Daten des Sicherheitsanbieters KELA sind Anmeldedaten für Konten von Belden-Mitarbeitern schon seit April im Cybercrime-Untergrund verfügbar. Ob sie auch für den aktuellen Angriff benutzt wurden, sei nicht bekannt.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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